Panzerwerfer 42 auf SdKfz 4/1 Maultier


Panzerwerfer 42 auf SdKfz 4/1 Maultier

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Im Blickpunkt:
  • Uniformen griechische Armee

    Armee und Geschichte Griechenlands im Ersten Weltkrieg. Organisation, Uniformen, Kriegsgliederung, Stärke und Verluste der griechischen Armee von 1917 bis 1918. Im Februar 1821 begann der entscheidende Aufstand der Griechen gegen das Osmanische Reich und sie erzielten am 3. Februar 1830 ihre Unabhängigkeit. Organisation der griechischen Armee Im Juli 1914 hatte Griechenland unter König Konstantin I. eine Einwohnerzahl von 4.733.013 Griechen sowie türkische und von mazedonisch-slawischen Minderheiten und umfasste etwa 122.000 km² des heutigen Griechenlands, mit Ausnahme von West-Thrakien (damals zu Bulgarien) und den italienischen Dodekanes-Inseln. König Konstantin war der Oberbefehlshaber der griechischen Armee (Ellinikos Stratos), welche in eine aktive Armee der Ersten Linie für Männer im Alter von 21 bis 23 Jahren, in eine Reserve-Armee der Zweiten Linie für Männer von 24 bis 44 Jahren und eine weitere Reserve-Armee der Dritten Linie für Männer von 45 bis 52 Jahren organisiert war. Garnisonstruppen mit Pionieren und Nachrichten-Regimenter, sowie Eisenbahn-, Brückenbau-Pioniere und motorisierte Transport-Bataillone unterstanden direkt dem Armee-Hauptquartier. Griechenland war in fünf Militärbezirke unterteilt, die jeweils ein Armeekorps (I-V, im griechischen A-E) mobilisierten, aber das V. Korps wurde nur teilweise gebildet. Es gab 14 Divisionen (1-14). Ein Korps bestand aus einem 480 Mann starken Kavallerie-Regiment (im V. Korps nur ein Bataillon) mit vier Schwadronen zu je 120 Mann. Dazu ein Feldartillerie-Regiment mit vier Bataillonen (V. Korps nur drei Bataillone), jeweils mit drei Batterien zu 153 Mann, einem Pionier-Regiment mit sechs Kompanien (V. Korps, ein Bataillon mit vier Kompanien), ein Transport-Bataillon mit drei Kompanien (V. Korps nur zwei), ein Sanitäts-Bataillon sowie zwischen zwei und drei Divisionen. Eine Division (eigentlich eine reine Infanterie-Division) umfasste drei (5. Division nur zwei) Infanterie- und Evzone-Regimenter, jeweils mit drei 1.045 Mann starken Infanterie-Bataillonen zu je vier 253 Mann starken Schützenkompanien und einem Maschinengewehr-Zug sowie einem Gebirgsartillerie-Bataillon (drei Batterien zu je 103 Mann). Es gab insgesamt 41 Infanterie-Regimenter: 33 der Linie, 5 der Elite Evzones und drei kretische Regimenter. Die königlich-griechische Marine (Vasilikon Naftikon) war umfangreich, aber veraltet. Sie bestand aus 5 Vor-Dreadnoughts, einem Panzerkreuzer, einem leichten Kreuzer, 14 Zerstörer, 14 Torpedoboote und 2 U-Booten. Das im September 1912 aufgestellte Armee-Flieger-Korps (Ellinikos Polemikis Aeroporisas) wuchs auf drei Staffeln an. Zusätzlich gab es die Gendarmerie (Polizei: Elliniki Chorofilaki) mit 16 Fuß-Kompanien und drei berittenen Schwadronen. Geschichte Griechenlands im 1. Weltkrieg Der 1. Weltkrieg spaltete Griechenland in die neutrale Fraktion von König Konstantin, einschließlich des Oberkommandos der Armee, welche nicht in den Konflikt verwickelt werden wollte, und die Fraktion unter der Leitung des Ministerpräsidenten Eleftherios Venizelos, die es vorzogen, sich der Entente (Alliierten) anzuschließen. Venizelos Angebot an die Alliierten vom 5. März 1915, griechische Truppen an die Dardanellen zu schicken, wurde von König Konstantin abgelehnt, der damit seine Befugnisse als konstitutioneller Monarchen überschritt. Dies führte zum Rücktritt von Venizelos und verursachte eine andauernde Konstitution-Krise – das ‘Nationale Schisma’. Gemäß dem serbisch-griechischen Bündnisvertrag vom Mai 1913 mobilisierte Venizelos die griechische Armee im September 1915 und sanktionierte die Landung der alliierten Armee de l’Orient in Saloniki am 5. Oktober. Bulgarien erklärte daraufhin am 14. Oktober 1915 den Krieg an Griechenland, aber König Konstantins entschlossene Neutralität führte dazu, dass das griechische IV. Korps am 18. September 1916 das östlichen Mazedonien auf erniedrigende Weise übergab. Zwischenzeitlich hatte Oberst Zymbrakakis am 30. August 1916 mit Unterstützung der Alliierten einen Putsch in Saloniki durchgeführt und am 29. September bildeten Venizelos dort eine Provisorische Regierung, welche am 23. November den Mittelmächten den Krieg erklärte. Im September 1916 gründete – der nun Generalmajor – Zymbrakis die Nationale Verteidigungs-Armee (später als Korps bezeichnet) mit 60.000 Freiwilligen. Diese formierten sich in die Infanterie-Divisionen Arkhipelagnos, Kritis, Seres und Kiklades kai Ionia, benannt nach den Heimatgebieten der Freiwilligen. Die ersten drei dieser Divisionen kämpften von Dezember 1916 an der mazedonischen Front. Am 10. Oktober 1916 beschlagnahmten die Alliierten die Schiffe der griechischen Marine und legten eine Blockade über den größten Teil von Griechenland, um König Konstantin unter Druck zu setzen. Allerdings führte erst die alliierte Invasion von Thessalien schließlich dazu, dass die Stellung des Königs unhaltbar wurde. Er dankte am 12. Juni 1917 ab und ging freiwillig ins Exil. Am 27. Juni brach Griechenland unter Ministerpräsident Venizelos die Beziehungen zu den Mittelmächten ab und erklärte am 2. Juli den Krieg. Zwischenzeitlich hatten die Griechen auch wieder die Schiffe ihrer Marine zurückbekommen. Bis zum Juli 1918 befanden sich dann insgesamt 250.000 Mann in 7 griechischen Divisionen an der mazedonischen Front. Das I. Korps (1. 2., 13. Infanterie-Division) in Ost-Makedonien, das II. Korps (3., 4., 14. Infanterie-Division) im Abschnitt am See Dorian, sowie die 9. Infanterie-Division. Diese Verbände zeichneten sich in den letzten drei Monaten des Krieges aus und stellten Griechenlands Reputation bei den siegreichen Alliierten wieder her. Uniformen der griechischen Armee Im Jahre 1912 übernahm die griechische Armee, während sie sich in der Reorganisation befand, eine grünliche khaki-Felduniform. Im Bild weiter oben nicht dargestellt sind die zweireihigen, langen Übermantel für Offiziere mit Halskragen, mit zwei Reihen zu vier Metallknöpfen und rückseitigen Manschetten und der Einreiher-Mantel für andere Ränge. Neben der Schirmmütze gab es eine khakifarbene oder hellblaue Seitenkappe im französischen Schnitt. Die Schützen – oder in Griechisch Evzones – trugen eine khakifarbenen Fez und eine knielange, einreihige Tunika mit Fallkragen, fünf Knöpfen vorne, rückseitige Manschetten und senkrechte, schräg geöffnete Taschen mit dreispitzigen Klappen vor dem Taillen-Gürtel. Die Kartentaschenklappen und -manschetten waren rot gefärbt. Spezielle, eng anliegende Hosen waren entweder aus weißen oder khakifarbenen Tuch und wurden mit blauen und weißen Strumpfbändern knapp unter dem Knie befestigt. Die Schuhe waren aus naturfarbenen Leder mit schwarzem Woll-Pompon an der Vorderseite. Rangunterschiede waren auf dem Käppi in der Form von Pfeilen aus hellen, metallischen oder khakifarbenen Seidenspitze und Litzen sowie auf den farbigen Schultergurten auf der Tunika und dem Mantel vorhanden. Andere Ränge trugen ihre Rangabzeichen an den Manschetten. Die weiße (silberne) oder gelbe (Gold-) Spitzen wurde in verschiedenen Farben entsprechend der Waffengattung umrandet. Kriegsliederung Griechische Armee Kriegsgliederung der griechischen Armee vom 5. Oktober 1915 bis zum 11. November 1918. I. (‘A’) Korps (Athen, Einsatz in Rumelien und Thessalien) 1. Kavallerie-Regiment, 1. Feld-Artillerie-Regiment, 1. Pionier-Regiment, 1. Transportbataillon, Sanitätsbataillon 1. Division (Larissa, Einsatz in Thessalien): 4., 5. mehr …

  • antikes Kriegsschiff

    Der Konflikt zwischen Rom und Karthago seit 264 v.Chr. bis zum Eingreifen des größten Feldherrn Hannibals im Zweiten Punischen Krieg. Die Punischen Kriege waren eine Epoche, als die wenige Jahrzehnte zuvor kaum bekannte Stadt Rom in Mittelitalien aufbrach, das wichtigste Weltreich der Geschichte zu gründen und bis zur Eroberung von Konstantinopel, der späteren Hauptstadt und heute Istanbul, am 29. Mai 1453 durch die Osmanen die heutigen sozialen, kulturellen und politischen Strukturen von Europa und daraus letztendlich einem Großteil der Erde zu bestimmen. Nach dem ersten ‘Welteroberer’, Alexander dem Großen, dessen überraschender und früher Tod etwa hundert Jahre vor dem Beginn der Punischen Kriege, das von ihm eroberte persische Großreich in Makedonien, Perganum, Seleukiden-Reich, Bithynien, Pontus, Armenien, Baktrien, Ägypten, die griechischen Stadtstaaten und eine Vielzahl kleinerer Reiche zerfallen ließ, die in blutigen Fehden eine Nachfolgeregelung erzwingen wollten, nutzte eine bis dahin kaum bekannte, kleine Stadt in Italien dazu, nahezu unbemerkt die griechischen und etruskischen Städte in Süd- und Mittelitalien zu unterwerfen. Ihre großen Erfolge verdankte die römische Armee, welche in ‘Legionen’ gegliedert war, ihrer Disziplin. Die Gallier zum Beispiel stürzten sich in wilden, ungeordneten Haufen in die Schlacht. Jeder kämpfte für sich allein, schwang seine Waffe und stieß dabei ein schauerliches Kriegsgeheul aus. Schon von diesem Geschrei ergriffen manche Gegner die Flucht. Ganz anders kämpften die Römer: Sie gingen in einer geschlossenen Schlachtordnung vor, der sogenannten ‘Phalanx’, die aus acht, zwölf oder gar fünfundzwanzig eng geschlossenen Reihen hintereinander bestand. Spieß reihte sich an Spieß – der Feind hatte kaum eine Chance zum Durchbruch. Im 3. Jahrhundert v.Chr. hatten die Römer sich eine neue Schlachtordnung erdacht, die in den nächsten Jahrhunderten jeden Gegner bezwang. Jetzt kämpften drei Phalangen, zu einer ‘Manipel’ zusammengeschlossen, hintereinander, an die Stelle des Spießes war der Wurfspeer (Pilum) getreten. Feinde, die den Geschosshagel dieser Speere überlebten, standen nun zumeist ohne den unbrauchbar gewordenen Schild den kurzen, tödlichen Schwertern gegenüber, mit denen das römische Fußvolk den Nahkampf führte. Aber keine Armee ist unschlagbar und auch die Römer mussten Anfangs einige blutige Niederlagen hinnehmen: 321 v.Chr. hungerten die Samniter, ein Bergvolk in Mittelitalien, zwei römische Legionen aus. Rund 40 Jahre später verloren die Römer wieder um zwei Schlachten: Bei Heracleia am Golf von Tarent (280 v.Chr) und bei Asculum (279 v.Chr) unterlagen sie dem Molosser-König Pyrrhos (‘Phyrus-Sieg’, noch heute ein Sprichwort), der mit 25.000 Mann und 20 Kriegselefanten nach Italien gekommen war. Doch Rom war immer ein ‘Stehaufmännchen’. Es rächte sich. 295 besiegte es die Samniter, 275 wurde Pyrrhos bei Benevent vernichtet. Eine siegreiche Schlacht bedeutete für die Römer im Gegensatz zu anderen Reichen oft mehr als ein militärischer Triumph. Aus geschlagenen Feinden wurden oft Verbündete, eroberte Gebiete wurden römische Kolonien. So wuchs das Reich, bis es schließlich fast ganz Italien umfasste. 275 v.Chr. reichte es von dem heutigen Seebad Rimini und Pisa bis hinunter an die Straße von Messina nach Sizilien. Hier standen die Römer zum ersten Mal dem Volk gegenüber, das ihr erbittertster und gefährlichster Feind werden sollte: DEN KARTHAGERN. Armeen der Punischen Kriege: Karthago, ein Stadtstaat in Nordafrika am Golf von Tunis, war älter als Rom. Es war im 9. Jahrhundert vor Christus von Phöniziern aus Tyros (Libanon, von Alexander dem Großen zerstört) gegründet worden; die Bewohner des Stadtstaates wurden von den Römern ‘Punier’ genannt. In mancher Hinsicht glichen Karthager den Römern: Auch sie waren stolz und angriffslustig und auch sie waren harte Arbeiter. Sie waren aber auch Seeleute. Als man glaubte, dass jeder sterben müsse, der an den Säulen des Herkules (Gibraltar) vorbeisegelte, wagten sich die Karthager bereits durch die Meerenge weit in den Atlantik bis zu den Azoren hinaus. Sie segelten an der afrikanischen Küste bis nach Guinea hinunter und sie kamen zum Warentausch regelmäßig nach England. Vermutlich wurde auch Grönland und Kanada erreicht. Die karthagischen Kaufleute waren reich. Sie wohnten in großen Häusern mit Badezimmern und Schwimmbädern, ihre Segelschiffe waren bis zu 36 Meter lang Wie die Römer hatten auch die Karthager den ungestümen Drang, ihr Reich auszudehnen. Da die Wüste jedoch unbewohnbar war, richteten sich die Eroberungsgelüste der Karthager nach Norden über das Meer. Als Rom den Südgipfel Italiens erreichte, beherrschten die Karthager bereits ein großes Reich, zu dem Sardinien, Korsika, die Balearen, Teile von Spanien und Sizilien gehörten. Früher, als beide Reich noch damit beschäftigt waren, ihre Gebiete auszudehnen, aber ihre Grenzen sich noch nicht berührten, waren sie Verbündete. Sie hatten mehrere Verträge abgeschlossen, den ersten bereits 508 vor Chr. Noch 279 v.Chr. hatten sie gemeinsam gegen Pyrrhos gekämpft. Aber 15 Jahre später waren sie Rivalen geworden. Der Krieg war unvermeidlich. Der erste von drei PUNISCHEN KRIEGEN in den folgenden 120 Jahren kam im Jahre 264 v.Chr.: Kriegsgrund war die Stadt Messina im Nordosten von Sizilien. Samnitische Soldaten hatten die Stadt besetzt und der König von Syrakus bat Rom und Karthago um Hilfe. Beide Reiche sagten zu. Als erste erschienen die Karthager und besetzten die Stadt. Dadurch fühlte Rom sich in seiner Ehre gekränkt. Der römische Befehlshaber bestand darauf, auch mit seinen Truppen in Messina einmarschieren zu dürfen. Als der karthagische Befehlshaber diesen Wunsch ablehnte, nahmen die Römer in gefangen und zwangen ihn, die Stadt zu räumen. So begann – wegen eines verhältnismäßig harmlosen Zwischenfalls – ein furchtbarer Krieg, der ‘Erste Punische Krieg’. Er dauerte 23 Jahre. Als er begann, hatten die Römer – im Gegensatz zu den Karthagern – weder eine Flotte noch seemännische Erfahrung. Ihre Stärke lag im Heer und die Flotte, die sie in aller Eile bauten, war die erste ihrer Geschichte.   Die Römer gewöhnten sich jedoch schnell an das neue Element, und es war für die Karthager ein furchtbarer Schock, als sie gleich die erste Seeschlacht gegen die neue römische Flotte verloren. Seeschlachten wurden von den Römern, im Gegensatz zu den bis dato bekannten Ramm-Manövern, nach den gleichen Regeln und Gesetzen wie Schlachten zu Lande, ihrer Stärke, geführt. Soldaten mussten die feindlichen Schiffe entern und die Entscheidung fiel dann im Kampf Mann gegen Mann. Dazu hatten sie die Enterbrücke erfunden, an deren Ende ein dicker Haken saß. Die Brücke wurde am Bug heruntergelassen und hakte sich mehr …

  • Browning Modell 1919A4

    Browning M1917 und M1919-Maschinengewehre. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Browning M1917, M1919 Typ: Schweres Maschinengewehr. Browning M1917 Mit den Arbeiten an seinem ersten Maschinengewehr hatte John Moses Browning bereits 1889 begonnen, als die amerikanischen Streitkräfte immer noch auf der durch eine Handkurbel betriebenen Gatling-Gun angewiesen waren und als Maxim sein durch Rückstoß arbeitendes Maschinengewehr patentiert hatte. Aus diesem Grund musste Browning für sein erstes Maschinengewehr noch auf einen Gas-Mechanismus zurückgreifen. Die ersten seiner Maschinengewehre Colt-Browning Model 1895 gingen mit dem US-Marine-Korps beim Feldzug auf Kuba 1898 in den Einsatz. Einige wurden auch an Belgien und Russland verkauft, aber bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs war das Modell 1895 bereits veraltet. Trotzdem wurden von der Firma Colt noch etwa 100.000 Stück während des Krieges gebaut. Von diesen wurden aber nur wenige von den US-Streitkräften verwendet, aber von Belgien und Russland wurden sie eingesetzt. Einige der russischen Exemplare wurden sogar 1941 noch von der Roten Armee verwendet. Sobald sich das Colt-Browning Modell 1895 Maschinengewehr in der Produktion befand, begann Browning mit der Arbeit an einer neuen, nach dem Rückstoß-Prinzip arbeitenden, Waffe. Zum Nachteil Brownings hatten die amerikanischen Militärbehörden zu dieser Zeit kein Interesse in weiteren Maschinengewehren, da sie annahmen, dass sie schon genug davon hätten und die verfügbaren Gelder knapp waren. Browning reichte das Patent für das neue Maschinengewehr schon 1901 ein, hatte aber erst 1910 genügend finanzielle Mittel, um einen Prototyp zu bauen. Er konnte zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht das Interesse des US-Militärs erwecken. So passierte bis 1917 praktisch nichts, als die US-Army im Februar 1917 endlich aufwachte, dass womöglich ein Krieg auf sie zukam und es praktisch so gut wie keine Maschinengewehre gab. Schließlich konnte Browning nun endlich seine neuen Waffen – darunter auch das BAR – vorführen. Hier zum leichten Browning-Maschinengewehr BAR Das US-Kriegsministerium konnte sich aber zu keiner Entscheidung durchringen und im April 1917 befanden sich die USA plötzlich mit nur wenigen modernen Waffen und noch weniger einsetzbaren Maschinengewehren im Krieg. Im folgenden Monat führte Browning das M1917 noch einmal vor und verfeuerte spektakulär 20.000 Schuss ohne Unterbrechung. So wurde das ‘neu entdeckte’ Browning-Maschinengewehr innerhalb kürzester Zeit als Machine-Gun Caliber .30 M1917 in die Massenproduktion genommen und ein Vertrag über 45.000 Stück vereinbart. Äußerlich ähnelte das M1917 anderen Maschinengewehren dieser Zeit, insbesondere dem Vickers-Maschinengewehr. Jedoch war das M1917 völlig unterschiedlich, da es einen Mechanismus verwendete, der als ‘kurzes Rückstoßsystem’ bezeichnet wird. Dort drückt die Rückstoßkraft, welche beim Zünden der Patrone erzeugt wird, den Lauf und den Verschlussblock zurück zum Ende der Waffe. Nachdem beide, Lauf und Verschlussblock, über eine kurze Entfernung zurückgedrängt worden waren, wird deren Bewegung angehalten und ein Schwenkhebel als Beschleuniger drückt den Bolzen nach hinten. Während dieser Bewegung führen eine Reihe von Nocken auch zu einer Weiterbewegung des Gurtmechanismus, welcher eine weitere Patrone in die Kammer bringt. Eine Rückholfeder drückt nun den Bolzen wieder nach vorne auf den Lauf und feuert die Patrone ab und der ganze Prozeß beginnt wieder von vorne. Dieser grundsätzliche Mechanismus wurde für alle weiteren Entwürfe von Browning-Maschinengewehren beibehalten, von den luftgekühlten 7,62-mm bis zu den großen 12,7-mm-M2-Waffen. Abgesehen von der internen Mechanik war ein weiterer Punkt, welcher das M1917 von dem britischen Vickers-MG unterschied, der Feuergriff, denn das Browning-Maschinengewehr hatte einen Pistolengriff und einen konventionellen Auslöser. Eine nähere Betrachtung der beiden Typen von Maschinengewehren führt noch zu vielen weiteren Unterschieden, aber der Pistolengriff im Browning ist das am offensichtlichsten erkennbare Unterscheidungsmerkmal. Das M1917 wurde in mehreren Fabriken sofort in die Produktion genommen und es wurde in solchen Mengen hergestellt, dass bis zum Ende des Ersten Weltkrieges nicht weniger als 68.000 fertig wurden. Nicht alle von diesen erreichten die Truppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, aber nach 1918 wurde das M1917 zum amerikanischen Standard-Maschinengewehr und blieb bis weit nach dem Zweiten Weltkrieg im Dienst. Nach 1918 wurden durch die Kampferfahrungen in Frankreich geringfügige Veränderungen vorgenommen, die jedoch nicht bedeutsam waren. Dazu gehörten eine neue Bodenplatte, verschiedene Teile wurden aus Stahl anstatt aus Bronze hergestellt und es gab ein verbessertes Wasserkühlsystem. Das Ganze wurde nun als M1917A1 bezeichnet. Drastischere Veränderung erfolgten erst kurze Zeit danach, als der Wasser-Kühlmantel vollständig entfernt wurde und das M1919 entstand. Während der Kämpfe 1918 erwies sich der Einsatz des M1917 auf dem Gefechtsfeld als relativ problemlos und trotz der Eile, mit dem es in die Produktion genommen und an die Truppe ausgeliefert wurde, schienen nur wenige Probleme bekannt geworden zu sein. Relativ wenige M1917 erreichten die amerikanischen Fronttruppen in Frankreich vor dem Waffenstillstand, wenn sich auch viele auf dem Weg dorthin befanden. Diejenigen, welche ankamen, wurden intensiv verwendet, da das M1917 eine der wenigen, reinen amerikanischen Waffen der US-Truppen war. Die US-Soldaten hatten sonst nur noch ihre Springfield-Gewehre, einige wenige BAR und andere Ausrüstungsgegenstände, welche sie aus der Heimat erhalten hatte. Es war in dieser Situation gut für ihre Moral, dass sich das M1917 als exzellenter Waffenentwurf herausstellte. Polnisches schweres Maschinengewehr Modell 1930 Die polnischen Streitkräfte entschieden sich für das erprobte Browning M1917A1 als ihr schweres Maschinengewehr. Sie kauften davon zwei Stück und bauten diese praktisch unverändert und ohne Lizenz in der Waffenfabrik Warschau als ihr Modell 1930 nach. Die Waffe war wassergekühlt, auf ein Dreibein montiert und die Munition wurde durch einen Patronengurt eingeführt. Insgesamt wurden davon 7.861 Maschinengewehre hergestellt, von denen der Großteil von den polnischen Armeen im Jahr 1939 bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs eingesetzt wurde. Einige waren zuvor aber auch an Rumänien und Spanien verkauft worden. Browning M1919 Die Browning M1919-Serie unterschied sich von der früheren M1917-Serie darin, das der ursprüngliche wassergekühlte Lauf durch einen luftgekühlten Lauf ersetzt wurde. Dieses luftgekühltes Modell war ursprünglich vorgesehen zur Verwendung in den vielen Tanks, welche die Amerikaner bauen wollten. Das Ende des Ersten Weltkrieges führte dazu, dass die Aufträge für dieses Tanks und das Original-M1919-Maschinengewehr annulliert wurden. Aber dieses luftgekühlte Browning wurde zum M1919A1 weiterentwickelt, sowie anschließend zum M1919A2 für die Kavallerie und dann zum M1919A3. Die produzierten Stückzahlen dieser Modelle waren niemals sonderlich groß, aber mit der Vervollkommnung zur Variante M1919A4 in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts änderte sich dies. mehr …

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