Gepanzerter sWS


Gepanzerter sWS

Gepanzerter sWS

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Lord Byron in Missolunghi

    Der griechische Revolutions-Unabhängigkeitskrieg von 1821. Der Ausbruch der griechischen Revolution und der nachfolgende Unabhängigkeitskrieg jährt sich nun zum zweihundertsten mal. Die griechische Revolution Die griechische Revolution von 1821 war keine spontane Reaktion wie die serbische Revolution von 1815 bis 1817, sondern eine gut geplante Aktion, welche von den seit 1814 entstandenen griechischen Geheimbünden, den sogenannten Hetairien unter Großfürst Kapadidtrias in Athen und Fürst Ypsilanti im russischen Odessa, im Voraus entworfen wurde. Der 24. Februar 1821 gilt allgemein als Geburtsstunde der griechischen Revolution, als Alexander Ypsilantis in Iasi in Bessarabien, beim heutigen Rumänien, seine Proklamation an die Griechen veröffentlichte. Jedoch scheiterte der Versuch, die Rumänen für die hellenistische Idee zu begeistern und auch die Russen wollten sich nicht einmischen, sodass die Revolutionsbewegung aus dem Norden nach der Niederlage von Dragaschan zusammenbrach. Als Beginn der siegreichen Revolution auf dem Peloponnes wird der Einzug der griechischen Rebellen in Kalamata am 23. März 1821, nach der kampflosen Kapitulation der Osmanen in der Stadt angesichts einer überlegenen Streitmacht unter Petrobey Mavromichalis, angesehen. Ein weiterer markanter Starttermin ist der 25. März 1821, als der Messinische Senat den Erlass der ‘Warnung’ folgen ließ und heute ein alljährlicher griechischer Feiertag ist, an dem die Revolution gefeiert wird. Planung der Revolution Es erscheint so, dass die Hetairien den Beginn der revolutionären Bewegungen im Jahr 1820 an drei Schauplätzen geplant hatten. Der erste beinhaltete Konstantinopel, wo auch die Elite des griechischen Volkes residierte, der zweite den Peloponnes mit den dort befindlichen wichtigen Würdenträgern, den Proestoi oder Gemeindevorstehern, die sich den Hetairien verpflichtet sahen und über Armatoloi (bewaffnete Wachen) und Kleftes (geheime Milizen, die als Nationalgarde fungierten) verfügten. Der dritte Schauplatz sollte eine Invasion von Russland aus nach Moldawien durch eine griechische Streitmacht sein. Das Unternehmen in Moldawien war schlecht vorbereitet und erfolgte zu einem ungünstigen Zeitpunkt und an einem ungünstigen Ort. Russland widersetzte sich den griechischen Plänen, da es sich an die Beschlüsse der Laubach-Konferenz gebunden sah, worin Revolutionen gegen rechtmäßige Herrschaftsansprüche nicht toleriert werden sollten. Somit war das ganze dort zum Scheitern verurteilt. Dieser Teil des Osmanischen Reiches war eine rumänische Provinz und so marschierten die griechischen Invasoren nicht gegen Türken, sondern gegen rumänische Dorfbewohner. Gleichzeitig weigerte sich der Aufständische Tudor Vladimirescu, Ypsilantis zu unterstützen, da er in erster Linie die Interessen der rumänischen Bojaren im Auge hatte. Nicht nur die mächtige Armee des Sultans in der Hauptstadt Konstantinopel, sondern auch Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Klassen der Griechen der Stadt verhinderten eine revolutionäre Bewegung in der Polis. Die Ausschreitungen gegen Griechen, die nach Beginn der Revolution in Konstantinopel folgten, erstickten jeden Gedanken an Aufständen dort schnell. Der Beginn der Revolution auf dem Peloponnes war wahrscheinlich erst für einen späteren Termin geplant, wurde aber vorverlegt, als die Osmanen von den Absichten der Griechen erfuhren. Andere Autoren behaupten dagegen, dass die Revolution dort früher begonnen hätte, wenn sie nicht durch die strenge Verwaltung von Ali Pascha von Ioannina verzögert worden wäre. Die Gründe für die griechische Revolution gehen eindeutig aus der ‘Warnung’ des ‘Messinischen Senats’ an die europäischen Großmächte vom 25. März 1821 hervor. Der sehr treffende Text gibt als Grund für die Revolution die Unterdrückung durch die Türken an und dass die Griechen grundsätzlich für ihre Menschenrechte und ihre Menschenwürde kämpften. Die Zunahme bei der Alphabetisierung, die Verbreitung der europäischen Bildung und der durch den Handel angehäufte Reichtum der Griechen waren die Mittel für den Ausbruch und den Erfolg der Revolution. Die Finanzen der Revolution wurden durch private Gelder aufgebracht, während zeitweise wohlhabende Griechen sogar militärische Einheiten organisierten und unterhielten. Der demografische Parameter war, wie sich in der antiken oder modernen Geschichte oft gezeigt hat, ein wesentlicher Faktor der Machtverhältnisse. Die Griechen im Osmanischen Reich waren die größte nicht-muslimische Minderheit und bildeten die Mehrheit auf dem Peloponnes. Diese kompakte griechische Bevölkerung auf dem Peloponnes und anderswo trug zum Erfolg des Aufstandes bei, zusammen mit ihrer Hingabe an die Idee der Freiheit, die ein bedeutender Teil der Griechen von ganzem Herzen angenommen hatte. Natürlich gab es auch Einwände von Griechen, die dem Aufstand misstrauten und Untätigkeit vorzogen. Und auch nicht alle Griechen waren für die Revolution. Es gab sogar Griechen, die Teil des ottomanischen Machtsystems waren. Der Metropolit Germanos von Patras, welcher im Gemälde rechts angeblich die griechische Fahne der Revolution gesegnet hat, soll stattdessen an diesem Tag gesagt haben: ‘Lassen wir die Kinder des Mohammed die Kinder des Robespierre fertigmachen !’ Und einer der für die osmanische Verwaltung tätiger griechischer Würdenträger meinte dazu: ‘Es ist besser, wenn die Türken ihre christlichen Untertanen unterjochen, als dass es eine freie Nation mit einem Volk gibt, das Rechte hat’. Demnach ist es eine nachträglich geförderte Legende, dass Germanos von Patras als erster die Standarte der Revolution von 1821 erhoben hat. Vielmehr hisste in Patras der Volksführer Panagiotis Karatzas die griechische Fahne und wurde später dafür von den Gemeindeleitern von Patras ermordet. Patras auf der Peloponnes konnten die Türken dann bis zu ihrem Abzug nach dem Friedensvertrag von 1829 halten. An der Revolution von 1821 beteiligten sich nicht nur orthodoxe Christen und gebürtige Griechen, sondern auch die sogenannten Philhellenen aus Westeuropa und in den Donau-Fürstentümern Walachen, Moldauer, Bulgaren, Albaner, Serben, Zigeuner, Ungarn, Polen und andere. Zu den Unentschlossenen gehörten einige Würdenträger von Morea im Peloponnes. Ihre Vorladung durch den Pascha nach Tripolitza (Tripolis, Peloponnes) und die Angst vor ihrer bevorstehenden Hinrichtung zerstreute jedoch ihre Bedenken, die sie möglicherweise hegten. Aber die Zurückhaltung war teilweise gerechtfertigt und war eigentlich nicht überraschend. Die Gefahr durch die Osmanen war real und stand unmittelbar bevor. Auf der anderen Seite war die Härte der Aggressivität der Aufständischen ebenfalls bedenklich. Denn das Abschlachten von Muslimen, besonders während der Befreiung von Tripolitza, war unter allen Umständen ebenso unerträglich, wie dies ebenfalls die Osmanen bei verschiedenen Gelegenheiten immer wieder taten. Ausbruch der Revolution Die Wahl des Zeitpunkts für den Ausbruch der Revolution war auch ungeeignet. Nachdem die Großmächte erst wenige Jahre zuvor auf dem Wiener Kongress von 1815 die europäische Ordnung durch die Restauration nach der Niederwerfung Napoleons geregelt hatten, wurde von ihnen jede Veränderung – insbesondere revolutionärer Art nach dem mehr …

  • Soldaten einer nordafrikanischen Einheit von Juins französischem Korps

    Stärke und Organisation der Frei-französischen Streitkräfte 1941-1945. Divisonen des französischen Expeditonskorps und die Luftwaffe der Frei-Franzosen. Nach dem Fall Frankreichs bevorzugten es verschiedene Einheiten der französischen Truppen im Nahen Osten sich den Alliierten anzuschließen. Ihre Lage war jedoch schwierig, da sie von der Mehrheit der Franzosen als kleine Gruppe von Dissidenten angesehen wurden, und ihr Anführer de Gaulle als Verräter. Frei-französische Armee 1941-44 Im Mai 1941, als abzusehen war, dass ein Unternehmen gegen das französische Mandatsgebiet Syrien geführt werden sollte, wurden die überall verstreuten, kleinen frei-französischen Gruppen bei Quastina in Palästina zur 1. Frei-französischen Leichten Division zusammengelegt. Obwohl die frei-französischen Truppen mit dem traditionellen französischen Elan kämpften, gab es verständliche Schwierigkeiten mit der Moral, als sie gegen ihre ehemaligen Kameraden und Landsleute anzutreten hatten. Insgesamt erlitten die frei-französischen Truppen 1.300 Mann Verluste, was eine schwere Einbuße bei einer solch geringen Truppenstärke war. Nach der Eroberung Syriens wurden die frei-französischen Truppen in Nordafrika ungegliedert und mit anderen Einheiten verstärkt. Anfangs spielten die frei-französischen Streitkräfte nur eine untergeordnete Rolle, bis zur bemerkenswert hartnäckigen Verteidigung der Wüsten-Festung Bir Hakeim durch die 1. frei-französische Leichte Division während der Schlacht von Gazala. Zum Schluss konnte die Division aus der Festung ausbrechen und wieder die alliierten Linien erreichen. Die Situation für die Frei-Franzosen ändert sich erst dramatisch durch den Zusammenbruch der Achsenstreitkräfte in Nordafrika und der Verweigerung des größten Teils der Vichy-Streitkräfte, sich den alliierten Landungstruppen zu widersetzen. Die frei-französischen Befehlshaber konnten die Vichy-Truppen davon überzeugen, sich der Sache der Alliierten anzuschließen, was auch durch die deutsche Besetzung von Südfrankreich erleichtert wurde. Dadurch gab es einen enormen Zulauf für die frei-französischen Streitkräfte die nun – mit amerikanischer Hilfe bei der Bewaffnung und Ausrüstung – in der Lage waren, einen bedeutenden militärischen Beitrag zu leisten. Frei-französische Truppen kämpften in der letzten Phase des Feldzugs in Tunesien, aber es war der Krieg in Italien, wo die neu organisierten Streitkräfte wirksam zum Einsatz kamen. Ende 1943 begannen die Einheiten des Französischen Expeditionskorps in Italien einzutreffen. Erst 2 Divisionen, bevor das Korps mit 2 weiteren Divisionen im Frühjahr 1944 verstärkt wurde. Das Französische Expeditionskorps war heftig in die Schlachten um Cassino verwickelt und es war seine Umgehungsoperation, welche die deutsche Bergstellung von der Flanke aushebelten und so den Sieg der Alliierten möglich machte. Nach der Besetzung Roms ab Ende Mai 1944 wurden die französischen Truppen von der italienischen Front abgezogen, um sich für die Befreiung Frankreichs selbst vorzubereiten. Organisation der Frei-französischen Armee im Mittelmeerraum Die 1. Frei-französische Leichte Division, welche in Syrien gekämpft hatte, war in zwei kleine Brigaden gegliedert. Die erste Brigade bestand aus einem Bataillon der 13. Demi-(Halb-)Brigade der französischen Fremdenlegionen und 2 Senegalesen-Bataillonen. Die zweite Brigade bestand aus einem Bataillon Marine-Infanterie (welches 2 motorisierte Kompanien beinhaltete) und 2 weiteren Senegalesen-Bataillonen. Die Division wurde unterstützt von einer Artillerie-Batterie mit 6 Geschützen, einer Panzer-Kompanie (8 Panzer und Panzerspähwagen) und einem Kontingent Marine-Infanterie. Zusätzlich gab es zwei Staffeln Tscherkessen-Kavallerie und eine Staffel Spahis (motorisiert auf LKWs) unter dem Kommando von Oberst Collet. Eine der ersten, effektivsten Einheiten in Nordafrika war die frei-französische Kampfkolonne oder ‘L-Force’: eine kleine, gemischte Einheit aus Panzerspähwagen, Panzern, motorisierter Infanterie und Panzerabwehr- und Flugabwehr-Kanonen unter dem Kommando des Generals Leclerc. ‘L-Force’ kämpfte sich durch den Wüstenfeldzug bis ins Jahr 1943, bevor sie aus der Front gezogen wurde um neu ausgerüstet und mit anderen französischen Truppenteilen gruppiert zu werden. Sie wurde zur französischen 2. Panzer-Division, welche an den Kämpfen in der Normandie teilnahm. Nach dem Feldzug in Syrien konnte die Frei-Franzosen 2 Brigaden-Gruppen bilden, welche als 1. und 2. französische Leichte Divisionen bezeichnet wurden. Während der Kämpfe in Nordafrika wurden sie von einem Regiment marokkanischer Spahis unterstützt, welche Aufklärungsmissionen für die Frei-Franzosen übernahmen, wo dies notwendig war. Nach der Niederlage des deutschen Afrika-Korps bei El Alamein wurden die Brigaden aus der Front gezogen und im Februar 1943 wurde damit begonnen, diese als 1. Frei-Französische Division zu formieren. Die beiden Brigaden dieser Division operierten allerdings getrennt in Tunesien bis zum Herbst 1943, als sie nach Tripolitanien in Libyen verlegt wurden um neu organisiert und ausgestattet zu werden. Während der kurzen Unterbrechung der Kampfhandlungen nach der Kapitulation der Achsenstreitkräfte in Tunesien im Jahr 1943 wurden die Truppen der Frei-Franzosen und ehemaligen Vichy-Streitkräfte neu organisiert und es entstand das Französische Expeditionskorps. Neben den frei-französischen Truppen bestanden die französischen Streitkräfte aus dem XIX. Korps mit 3 Kolonial-Divisionen und einer Gruppe aus Panzerkampfwagen, 3 Bataillonen des Corps Franc d’ Afrique plus zwei marokkanischen Tabors, welche dem 2. US-Korps unterstellt waren. Ein Tabor war eine Einheit aus marokkanischen irregulärer Kämpfern, welche als Goumiers bezeichnet wurden. Die 4 Divisionen des Französischen Expeditionskorps unter dem Befehl von General Juin bestanden aus: 2 Infanterie-Regimenter, 1 Marine-Infanterie-Regiment, 6 Infanterie-Bataillone, 3 Artillerie-Regimenter, 1 Gebirgsartillerie-Regiment, 3 Spahi Regimenter, 3 algerische Schützen-Regimenter, 5 marokkanische Schützen-Regimenter, 1 tunesisches Schützen-Regiment, 1 Bataillon Chasseurs, 1 Bataillon Marine-Infanterie, 2 Bataillone Fremdenlegion. Neben diesen Divisionstruppen gab es noch eine allgemeine Reserve aus 3 marokkanischen Tabors aus Goumiers, 2 Regimenter Panzerwagen und 2 Regimenter von Artillerie. Die Streitkräfte des Französischen Expeditionskorps erreichten eine Stärke von mehr als 100.00 Mann, welche in Italien Verluste von 7.260 Mann erlitten. Frei-französische Luftwaffe Während die meisten Mitglieder der französischen Luftwaffe die Bedingungen des Waffenstillstandes von 1940 akzeptierten, entfloh eine Anzahl mit ihren Flugzeugen zu britischen Stützpunkten im Mittelmeer. Diese wurden neu organisiert und mit englischen Flugzeugen ausgestattet. Diese frei-französischen Luftwaffen-Einheiten kämpften im Nahen Osten, Eritrea und Nordafrika. Nach der Eingliederung der ehemaligen Vichy-französischen Luftwaffe in Nordafrika waren diese Luftstreitkräfte in ständigem Einsatz gegen die Achsenmächte in Italien und Südeuropa. In Nordafrika und Nahen Osten hat es zuerst eine Weile gedauert, bevor diese frei-französischen Flieger in regulären Einheiten organisiert werden konnten. Bis zum Juli 1941 gab es 2 Bomber-Gruppen, welche über Nordafrika im Einsatz waren, sowie 2 Escadrilles aus Jägern welche in Syrien zur Jagdgruppe ‘Alsac’ (Elsass) zusammengelegt wurden und Hurricane-Jagdflugzeuge flogen. Letztere war dann aktiv über der Wüste während des Feldzuges in Nordafrika. Die ehemaligen Vichy-französischen Luftwaffen-Einheiten, welche nach dem Unternehmen Torch zu den Alliierten überliefen, wurden mit modernen englischen und amerikanischen Flugzeugen neu ausgerüstet. Einige dieser Bombergruppen wurden mehr …

  • die Mannschaft einer dänischen Flugabwehr-Kanone

    Dänische Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Stärke und Organisation der Armee, Luftwaffe und Marine bei der deutschen Besatzung von Dänemark. Dänische Streitkräfte 1940 Der Verteidigungsauftrag von 1937 sah eine Friedensstärke der dänischen Streitkräfte von zwei Divisionen, einem unabhängigen Flugabwehr- und Pionier-Regimentes, eine Armee-Luftwaffe, die Garnison von Bornholm, ein Transport-Bataillon und ein Hauptquartier vor. In Friedenszeiten bestanden die Regimenter und Bataillone nicht mehr als aus einem kleinen Verwaltungsstab, welcher für das Training und die Ausbildung der jährlich 6.599 Wehrpflichtigen verantwortlich war. Von den Wehrpflichtigen waren 4.340 Mann für die Infanterie, 465 für die Königliche Leibgarde, 374 für die Kavallerie, 1.120 für die Artillerie und 300 für die Pioniere vorgesehen. Am 8. April 1940 waren 6.600 Wehrpflichtige mit einer elfmonatigen Ausbildung unter den Fahnen, sowie weitere 2.050 Mann, welche nicht den Kampftruppen angehörten. Während der deutschen Besetzung von Dänemark beim Unternehmen Weserübung war ein Teil dieser Truppen im Urlaub, während weitere sieben Prozent nicht für den Dienst einsatzbereit waren. Die Seeland-Divison hatte ihr Hauptquartier in Kopenhagen und bestand aus der Königlichen Leibgarde, dem 1., 4. und 5. Infanterie-Regiment, den Garde-Husaren, dem 1. und 2. Feldartillerie-Regiment, dem 13. Flugabwehr-Bataillon und einem Pionier-Bataillon. Die Jütland-Division hatte ihr Hauptquartier in Viborg und bestand aus dem 2., 3., 6. und 7. Infanterie-Regiment, dem Infanterie-Pionier-Regiment, dem Jütland-Dragoner-Regiment, dem 3. Feldartillerie-Regiment, dem 14. Flugabwehr-Bataillon und dem 2. Pionier-Bataillon. Die Sollstärke eines Infanterie-Regimentes waren 3.000 Mann aller Ränge, bewaffnet mit Krag-Joergensen M84/24 Gewehren und Bayard M1910 Pistolen. Stärke und Ausrüstung der dänischen Divisionen: Der deutsche Vorwand für die Besetzung von Dänemark war es, das Land vor einem englischen Angriff zu schützen. Aus diesem Grund wurde den deutschen Truppen befohlen, den Einmarsch so friedlich und freundschaftlich wie möglich durchzuführen. Tatsächlich kamen nur 12 dänische Piloten, 11 Soldaten und 3 Grenzsoldaten ums Leben (deutsche Verluste: 20 Tote, 65 Verwundete). Die deutschen Behörden erlaubten es dem König und der Regierung von Dänemark die Regierungsgewalt weiterhin in beschränktem Rahmen auszuüben, während Fragen, welche im Zusammenhang mit der Besetzung des Landes standen, Gegenstand von Verhandlungen zwischen beiden Parteien waren. Die dänischen Streitkräfte konnten weiterbestehen, jedoch in erheblich reduzierten Rahmen von nicht mehr als 3.300 Mann. Diese bestanden aus der Königlichen Leibgarde, Wehrpflichtigen in der militärischen Ausbildung sowie weitere Wehrpflichtige, welche für Wartungs- und Reparaturarbeiten benötigt wurden. Darüber hinaus gab es eine Reihe von Reserve-Offizieren und Unteroffiziere welche in der dänischen Heeres-Offizierschule ausgebildet wurden. Bedingt durch den für Deutschland sich ungünstig entwickelnden Kriegsverlauf verschlechterten sich jedoch die Beziehungen zwischen den beiden Ländern ständig und im November 1942 wurde es dänischen Soldaten in Uniform verboten sich auf Jütland aufzuhalten. Die dänische Armee war damit auf Seeland und die Insel Fünen beschränkt. Der letzte Akt folgte im August 1943, als die Deutschen die dänischen Truppen in einem kurzen Kampf überrumpelten und entwaffneten. Danach wurden alle gefangengenommen dänischen Soldaten zu Kriegsgefangenen und die dänischen Streitkräfte wurden aufgelöst. Uniformen der Armee 1940 waren die Uniform der dänischen Armee im Wandel begriffen und eine neue khakifarbene Uniform mit brauner Lederausrüstung und Schuhwerk ersetzte die alte Uniform mit ihrer schwarzen Lederausrüstung und Schuhwerk. Aufgrund der Neutralität Dänemarks und seiner Wirtschaft in Friedenszeiten ging die Umstellung nur langsam vonstatten, und als die Deutschen im April 1940 einmarschierten, trafen sie auf Militärs, die sowohl graue als auch khakifarbene Uniformen mit einer Mischung aus brauner und schwarzer Ausrüstung trugen. Offiziere und reguläre Unteroffiziere trugen im allgemeinen Khaki, aber der Großteil der Armee und insbesondere die Wehrpflichtigen trugen noch graue Tuniken und Mäntel, hellblaue Hosen und schwarze Lederausrüstung. Die khakifarbene Uniform bestand aus einer einreihig gearbeitete Tunika mit Stehkragen, die mit sechs bronzenen Knöpfen und aufgesetzten Faltentaschen geschlossen wurde. Der Mantel war zweireihig mit zwei Reihen von sechs Knöpfen und einem großen Fallkragen. Die Hose wurde außerhalb der ledernen Schnürfeldstiefel aus Leder auf halber Wadenhöhe zusammengerollt getragen. Der neue Stahlhelm vom Muster M1923 (1937 eingeführt) hatte eine markante Form und trug das dänische Wappen auf der Vorderseite. Wenn der Helm nicht gebraucht wurde, trugen alle Dienstgrade eine khakifarbene Seitenmütze. Die Königlich Dänische Leibgarde hatte eine Felduniform im gleichen Schnitt, aber sie wurde in einem graugrünen Tuch gefertigt, das dem deutschen Feldgrau nicht unähnlich war und später im Krieg wurde diese Uniform vom deutsch-freundlichen Schalburg-Korps übernommen. Abzeichen: Der Rang wurde durch die Anzahl, Breite und Farbe der Spitzen und Geflechte an der Seitenkappe und den Schulterträgern angegeben. Unteroffiziere trugen gelbe Spitzenzwickel an den Ärmeln. Zur Kennzeichnung der Waffengattung trugen bestimmte Kategorien von Dienstgraden vergoldete Metallabzeichen am Kragen der Tunika, während andere Dienstgrade ein emailliertes Abzeichen über der rechten Brusttasche hatten. Linke Spalte (von oben nach unten): Futtermütze Offiziere; Offiziersanwärter und Unteroffiziere; andere Ränge; Piloten-Flügeln. Obere Reihe (v.l.n.r. nach linker Spalte): Mützenabzeichen für Generalsrang; Leitende Offiziere; National-Kokarde; Mützenabzeichen Unteroffiziere und Anwärter; Gefreite. Zweite Reihe Schulterstücke balu-grau (v.l.n.r.): General; Generalleutnant; Generalmajor; Oberst; Oberstleutnant; Hauptmann; Zweiter Hauptmann; Leutnant; Reserve-Leutnant; Zweiter Leutnant. Dritte Reihe Schulterstücke braun (v.l.n.r.): Korps-Stabsfeldwebel; Stabsfeldwebel; Hauptfeldwebel; Feldwebel; Cornet; Oberfeldwebel; Unterfeldwebel; Unteroffizier; Gefreiter; Helmabzeichen. Dänische Luftwaffe Die Luftwaffe, welche ein Teil der Armee waren, bestand aus zwei Bataillonen, von denen eines in Jütland und das andere auf Seeland stationiert war. Am Morgen des 9. April 1940 bestanden diese aus: 1 Staffel mit 13 Abfangjägern 1 Staffel mit 8 Abfangjägern und 2 Aufklärungsflugzeugen 1 Staffel mit 11 Aufklärungsflugzeugen und 1 Trainingsflugzeug 1 Staffel mit 14 Aufklärungsflugzeugen die Luftwaffen-Schule mit 18 Trainingsflugzeugen Gesamtstärke zusammen mit der Marine etwa 100 Flugzeuge. Nach der Auflösung der dänischen Streitkräfte im August 1943 setzten sich eine Reihe von dänischen Piloten nach Schweden ab, wo sie damit begannen auf schwedischen Maschinen (Saab B-17) zu üben. Es sollte eine Luftunterstützungs-Einheit für die in Schweden gebildete dänische Brigade aufgestellt werden, was aber bis zum Ende des 2. Weltkrieges nicht mehr abgeschlossen wurde. Uniformen Luftwaffe Angehörige der dänischen Luftwaffe, welche ein Teil der Armee waren, trugen deshalb ebenfalls eine Armee-Uniform. Allerdings schienen Offiziere eine offene Version der khakifarbenen Dienstuniform zu bevorzugen. Qualifiziertes Flugpersonal trug auf der rechten Brust die bestickte ‘Flügel’. Dänische Marine Der König von Dänemark war der Oberbefehlshaber der Streitkräfte, während das eigentliche Kommando über die Marine der Marineminister, Vize-Admiral H. Rechnitzer, ausübte. Dieser war mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top