Maultier mit 8cm-R-Vielfachwerfer


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Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Ölfelder von Ploesti

    Vergleich der Rüstungsausgaben, strategische Rohstoffe und Treibstoffproduktion im 2. Weltkrieg. Relativer Vergleich der Rüstungsausgaben Übersichten zum relativen Vergleich der Rüstungsausgaben der Achsenmächte und Alliierten während des Zweiten Weltkrieges. Der ‘Totale Krieg’, zu dem der Zweite Weltkrieg wurde, entwickelte seine eigenen Gesetzmäßigkeiten. So war ein Sieg auf dem Schlachtfeld in dem ideologisierten und radikalisierten Krieg alleine unmöglich, sondern es kam zudem auf die Rüstungsindustrie, Verfügbarkeit von Rohstoffen, Treibstoffproduktion, Ernährung, technischen Fortschritt, Verkehr und nicht zuletzt auf die Moral der Bevölkerung an. Der Zweite Weltkrieg führte die Verschiebung der militärischen Faktoren vom Schlachtfeld zur Wehrwirtschaft deutlich vor Augen, wodurch eine extreme Abhängigkeit der Kriegführung von einer gut funktionierenden Rüstungsindustrie und einer schnellen technischen Weiterentwicklung und Forschung entstand. Als Hitler 1939 den Krieg riskierte, genügten die deutschen Kapazitäten und Vorräte gerade für die einzelnen, getrennten ‘Blitzkriege’, denen jeweils eine längere Atempause folgen musste. Und obwohl bis 1943/1944 die deutsche Rüstungsproduktion ihren Höhepunkt erreichte, büßte die Wehrmacht jedoch zeitgleich ihre operative Kriegführung ein, da der strategische Luftkrieg der Amerikaner mit ihren präzisen Tagesangriffen unter Luftschutz von Langstreckenjägern die Treibstoffversorgung lahmlegte. Der ungeheure Bedarf an Rüstungsgütern und deren Abnutzung auf den Schlachtfeldern erforderte von den kriegführenden Nationen, ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten zugunsten einer starken Rüstung vollständig auszunutzen. Dazu zögerten viele von ihnen auch nicht, unterworfene oder in Kolonialgebieten abhängige Völker gnadenlos auszunutzen. Als die Rüstungsindustrie der Vereinigten Staaten von Amerika zunehmend anwuchs, veränderte sich das Verhältnis der Rüstungsproduktion der drei wichtigsten Achsen-Staaten Deutschland, Italien, Japan zu den drei bedeutendsten Feinden Großbritannien, Sowjetunion und USA von 1 zu 1,24 im Jahr 1941 bereits auf 1 zu 3,4 bis Mitte 1943. Zu diesem Zeitpunkt erhielten die Gegner Deutschlands bereits 29,2-mal soviel Treibstoff. Dadurch konnten es sich die westlichen Alliierten leisten, im Rahmen von Lend-Lease-Lieferungen alleine an die Rote Armee über 13.000 Panzerfahrzeuge, 2.300 Geschütze, 500.000 Lastkraftwagen und 15.000 Flugzeuge abzugeben. Dies alleine macht deutlich, wie wichtig der Faktor Wirtschaft in Kriegszeiten geworden war. Rüstungspotential 1937: Gesamte Kriegsausgaben während des Zweiten Weltkrieges 1939-1945: Wert der Rüstungsproduktion 1940 und 1941 in Milliarden US-Dollar (nach Preisen 1944: 1 $ = ca. 0,21 britische Pfund = ca. 2,22 Reichsmark): Rüstungsindex des Deutschen Reich: Wert und Index der Rüstungsendfertigung im Deutschen Reich von Juli 1944 bis März 1945: Strategische Rohstoffe Übersichten über die weltweite Gewinnung der strategischen Rohstoffe, ohne deren mehr oder weniger vollständige Verfügbarkeit keine moderne Rüstungsindustrie – zumindest nur unter großen Nachteilen – denkbar wäre. Auch der motorisierte Bewegungskrieg mit Luftunterstützung und Seemacht war ohne ausreichende Treibstoffversorgung nur unter erheblichen Nachteilen führbar. Dazu der Vergleich der Erdölgewinnung und Treibstoffproduktion der Alliierten und Achse (und hier insbesondere für das Deutsche Reich). Weltweite Verteilung der Gewinnung strategischer Rohstoffe (in Prozent im Jahr 1937) Teil I(A): Weltweite Verteilung der Gewinnung strategischer Rohstoffe (in Prozent im Jahr 1937) Teil I(B): Weltweite Verteilung der Gewinnung strategischer Rohstoffe (in Prozent im Jahr 1937) Teil II(A): Weltweite Verteilung der Gewinnung strategischer Rohstoffe (in Prozent im Jahr 1937) Teil II(B): Treibstoffproduktion Treibstoffgewinnung der Alliierten und der Achse (in Millionen Tonnen): Treibstoffversorgung des Deutschen Reiches Jährliche Erdölgewinnung des Deutschen Reiches nach Herkunft und Verbrauch in 1.000 t: Deutsche Produktion und Verbrauch an Flugbenzin (in 1.000 t): Deutsche Produktion und Verbrauch an Vergaser-Kraftstoff (in 1.000 t): Deutsche Produktion an Diesel-Kraftstoff (in 1.000 t): Die deutsche Treibstoffproduktion Nachdem der erste Vierjahresplan nach der Machtübernahme Adolf Hitlers noch die Wirtschaftskrise überwinden sollte, verkündete er zum zweiten Vierjahresplan am 9. September 1936, dass die deutsche Wirtschaft (und Armee) 1940 kriegsbereit sein muss. Dazu gehörte die Unabhängigkeit Deutschlands von allen Stoffen, welche im Ausland produziert werden und importiert werden müssen. Alles sollte durch die deutsche chemische Industrie, Maschinenindustrie und den Bergbau hergestellt werden können und damit eine vollständige Selbstversorgung sichergestellt werden. Es entstand auf diese Weise und unter den ökonomischen Zwängen daher schon bis zum Kriegsausbruch im September 1939 in Deutschland eine ‘Kriegswirtschaft in Friedenszeiten’ und es war ebenfalls die Geburtsstunde der Entwicklung der synthetischen Treibstoffproduktion aus Kohle. Ohne die Produktion von Treibstoff durch die deutsche chemische Industrie wäre keine moderne Kriegführung und auch die Kriegsindustrie möglich gewesen. Die Verfügbarkeit von Treibstoff war letztendlich sogar ausschlaggebend für den Kriegsausgang. Die angebliche ‘Woge von Öl’, auf der die deutschen Streitkräfte die Blitzkriege bis Ende 1941 bestreiten konnten, beruhte nur auf der Vorkriegsbevorratung und der Beute im Westen. Solange die Wehrmacht und die deutsche Industrie nur gedrosselt motorisiert wurde, konnte der Bedarf noch gedeckt werden. Die erbeuteten Vorräte, die Lieferungen aus den rumänischen Erdölfeldern und vor allem die Hoffnung der Jahre 1941/1942 die Erdölfelder im Kaukasus zu erobern, wiegten die deutsche Führung lange Zeit in Sicherheit. Eine der wichtigsten Ziele des letzten Vierjahresplanes war es gewesen, die Mineralölförderung in Deutschland und den zwischenzeitlich besetzten Gebieten und die synthetische Ersatzproduktion so weit zu steigern, dass dies ausreichend sein würde. Die Erdölförderung auf dem Gebiet des Deutschen Reiches war bei weitem nicht ausreichend und die durchschnittliche Förderung pro Tag lag bei unter 6.000 Tonnen. Durch die Kriegslage und dem Mangel an Arbeitskräften sank sie bis 1942 sogar. Allerdings wurden in Österreich weitere Erdölquellen gefunden, sodass sich die Förderung ab Juli 1943 wieder steigerte. Der Abfall im Sommer und vor allem Oktober 1944 hing mit der Wirkung durch Luftangriffe zusammen. Nach dem Prinzip Hoffnung vertraute man jedoch darauf, die gegen Ende des Jahres 1944 auf 5.000 Tonnen abgefallen Fördermenge zu halten. Nachdem die Pläne zur Eroberung des Kaukasus nach der Schlacht von Stalingrad zu den Akten gelegt werden mussten, sollte der Treibstoffbedarf für Wirtschaft und Streitkräfte langfristig durch die Errichtung von Hydrier- und Synthesewerken gesichert werden. Bereits seit Mitte der 1930er Jahre wurden große Anstrengungen in diesem Bereich unternommen, welche aber seit der zweiten Jahreshälfte 1940 durch die erwarteten Eroberungen in Russland vernachlässigt wurden. Im Jahr 1943 konnte dann jedoch soviel Treibstoff synthetisch hergestellt werden, wie es für ganz Vorkriegsdeutschland ausreichend gewesen wäre. Dies war ein beachtlicher Wert und somit zahlten sich die frühen Investitionen in diesem Bereich aus, aber die Menge war trotzdem nicht ausreichend, um den ständig zunehmenden Kriegsbedarf zu decken. Bei Kriegsausbruch 1939 produzierten sieben Werke synthetischen Treibstoff aus Kohle und bis zum Frühjahr 1944 gab mehr …

  • Die Armee von Serbien und Montenegro im Ersten Weltkrieg von 1914-1918 – Uniformen, Stärke, Organisation. Österreich-Ungarn erklärte Serbien am 28. Juli 1914 den Krieg. Obwohl Russland in den Krieg zog, um Serbien zu retten, war die serbische Armee unter Marschall Putnik nur 190.000 Mann stark und in großer Gefahr überrannt zu werden, bevor Hilfe wirksam werden könnte. Serbische Armee Die serbischen Streitkräfte waren in drei Armeen organisiert, welche aber jeweils nur etwas stärker als ein österreich-ungarisches Korps waren. Unter Zurücklassung einer Nachhut an den Grenzen, welche den feindlichen Vormarsch verzögern sollten, versammelten sich die serbischen Verbände in Nord-Serbien, um sofort an den Stellen einsatzbereit zu sein, wo der Hauptangriff herkommen würde. Die Armee hatte in den harten Balkankriegen von 1912 und 1913 gekämpft. Die Soldaten waren hoch motiviert und glühende Patrioten, welche durch unerbittliche Kriege und Kämpfe über Generationen unerschrocken waren. Die Aussicht, diese Truppen in den Bergen ihrer Heimat anzugreifen, hätte selbst bessere Soldaten, als es die der österreich-ungarischen Generale Konrad von Hötzendorf und Potiorek waren, vor eine große Herausforderung gestellt. Serbische Uniformen Im Jahr 1912 wurden neue, oliv-graue Uniformen eingeführt. Durch den Ausbruch des Krieges konnte allerdings nur der I. Ban diese erhalten. Der II. Ban trug die farbigen Friedensuniformen, welche zuvor dem I. Bann gehört hatten. Der III. Bann trug Trachten-Zivilkleidung. Diese Uniformen von 1912 bestand aus einem steifen Käppi für Offiziere mit brauner Lederspitze und Kinnriemen, und einem Ring auf der Krone. Auf der Vorderseite wurde ein ovale Glasur-Kokarde in den Nationalfarben – weiß, blau und rot – getragen. Andere Ränge hatten ein Seitenkappe im ähnlichen Schnitt wie das Käppi, aber ohne Spitze oder Kokarde. Die Tunika mit Stehkragen (in farbigen Samt für Offiziere), mit Brust- und Seitentaschen war ein Einreiher mit drei Spitzenklappen und runden Manschetten. Andere Ränge hatten Schulterriemen, passend mit einer Rolle auf der rechten Seite und lose Reithosen, die eng vom Knie bis zum Knöchel verliefen, mit niedrigen Marschstiefel oder Opanki. Offiziere hatten Reithosen, die entweder mit schwarzen Reitstiefeln, oder braunen und knöchelhohen Stiefeln mit Ledermanschette getragen wurden. Generale hatte scharlachfarbene Lampassen. Die Mannschaften hatten ein Zweireiher-Mantel mit großen Fallkragen und zwei Reihen zu sechs Knöpfen, Seitentaschen, Umschlagmanschetten und Halbgürtel. Die Farbe der Waffengattung wurde am Kragenspiegel getragen. Beim I. Ban wurden die Ränge wie folgt angezeigt: Kaplar (Oberschütze): ein in einem Viereck angeordneter vierzackiger, gelber Metallstern auf den Schulterstücken. Podnarednik (Unteroffizier): zwei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Narednik (Unterfeldwebel): drei vierzackige, gelbe Metallsterne auf den Schulterstücken. Entsprechend der Dauer ihrer Dienstzeit trugen Angehöriger der serbischen Armee im Unteroffiziersrang eine gelbe oder Gold-farbiger Litze an der rechten Ärmelmanschette. Musiker trugen Rosetten anstatt der Sterne an den Kragenstücken. Kompanie-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke mit einem Längsmittelstreifen und Untergrund in der Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Waffenfarbe um die Spitze des Käppis. Feld-Offiziere: Metallene Spitzen-Schulterstücke und der Untergrund in Waffenfarbe und ein bis drei vierzackigen Metallsternen. Kordeln in Gold oder Silber um die Spitze des Käppis. Offiziere im Generalsrang: Verdrehte Goldschnüre auf hellblauen Untergrund mit zwei oder drei sechszackigen, weißen Metallsternen. Für den Oberbefehlshaber noch mit dem serbischen Staatswappen. Auf goldenen Spitzen-Schulterstücke waren die Sterne in Silber und umgekehrt. Die Waffengattung des Trägers wurde durch die Farbe auf den Kragenabzeichen und Kordeln an dem Käppi und der Bluse, an den Kragenstücken des Mantels und durch die Farbe auf den Schulterstücken der Offiziere angezeigt. Diese waren wie folgt: Scharlachrot für Generale und Generalstabsoffiziere. Bei Adjutanten und Ordonanz-Offizieren des Königs befand sich das königliche Chiffre auf den Abzeichen. Karminrot bei der Infanterie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Dunkelblau für die Kavallerie und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Schwarz bei der Artillerie und pyrotechnisch Truppen und die Regiments-Nummer in arabischen Ziffern auf den Abzeichen. Ebenfalls schwarz bei der Gebirgsartillerie, aber die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Pioniere in Kirschfarbe und die Regiments-Nummer in römischen Ziffern auf den Abzeichen. Eisenbahntruppen ebenfalls in Kirschfarbe mit einem geflügelten Rad auf den Abzeichen. Angehörige von Munitionslager und zugehörige Einrichtungen in Schwarz. Brückenbau-Pioniere in Kirschfarbe. Andere Nachschubtruppen in Dunkelrot. Militärpolizei in karminrot mit einem weißen Stern auf den Kragen-Abzeichen. Bei Musiker die zugehörige Waffenfarbe und eine Leier auf den Kragen-Abzeichen. Normalerweise erhielt derII. Ban keine Uniform, es sei denn die veralteten, farbigen des I. Bann. Jedoch wurde versucht, jeden Mann zu mindestens mit einem Seitenkappe und Mantel auszustatten. Der III. Ban trug Zivilkleidung in Form von Trachten, mit einem Seitenkappe in Blau für Infanterie, Rot für Kavallerie und Schwarz für das medizinische Personal. Reserve-Offiziere und Unteroffiziere des II. Ban oder III. Ban, welche über eine richtige Uniform verfügten, trugen die folgenden Rangabzeichen am Kragen. Dabei hatten diejenigen vom II. Ban weiße oder silberne Flechten und beim III. Ban gelbe oder goldene. Descar (Unteroffizier): eine weiße oder gelbe Schleife. Dvajesnik (zwischen Unterfeldwebel und Unteroffizier): zwei weiße oder gelbe Schleifen. Narednik (Unterfeldwebel): drei weiße oder gelbe Schleifen. Zastavnik (Fähnrich, zwischen Stabsfeldwebel und Leutnant): eine silberne oder goldene Schleife. Vodnik (Leutnant): zwei silberne oder goldene Schleifen. Cetnik (Hauptmann): drei silberne oder goldene Schleifen. Major: eine weißlich-silberner oder goldener Litzen-Balken. Im Jahre 1916 wurde die Reorganisation der evakuierten serbischen Armee in Saloniki durchgeführt. An die Soldaten wurden entweder die britischen Khaki-Uniformen oder die französischen horizont-blauen Uniformen und Ausrüstung, einschließlich der französischen ‘Adrian’-Helme mit eingestanzten Wappen für Serbien, ausgegeben. SERBIEN (28. Juli 1914 – 3. November 1918) Truppenstärke bei Kriegsbeginn = 330.000 Heeresstärke im Verlauf des Krieges = 1.001.000 Tote Militär = 50.000 Verwundete Militär = 134.000 Ziviltote (Serbien und Österreich-Ungarn zusammen) = 1.000.000 Montenegro Montenegro trat am 4. August 1914 auf serbischer Seite in den Krieg ein. Nach Kämpfen mit österreich-ungarischen, deutschen und bulgarischen Truppen, mußte die 40.000 Mann starke Armee, welche größtenteils aus Irregulären bestand, am 25. Januar 1916 kapitulieren. Uniformen: 1910 begann Montenegro, eine Uniform im russischen Stil einzuführen, welche aus Material, das aus Russland kam, hergestellt wurde. Die Schirmmütze bestand aus einem hellen, olivfarbenen Khaki-Stoff mit olivgrüner Lederspitze und Kinnriemen. Auf der Vorderseite des Kappenbandes war ein Metallabzeichen angebracht, das den Rang des Trägers anzeigte. Im aktiven Dienst trugen die mehr …

  • Französische Soldaten 1940

    Stärke, Organisation und Uniformen des französischen Heeres und der l’Armee de l’Air bei Beginn des Zweiten Weltkriegs im September 1939. Nach den Erfahrungen des Ersten Weltkrieges stand ein erheblicher politischer Druck hinter der Auffassung, dass eine Strategie basierend auf eine starke Verteidigungslinie am besten den Anforderungen eines modernen Krieges und den Bedürfnissen der französischen Nation gerecht werden konnte. Das Ergebnis war der Bau der Festungskomplexe der Maginot-Linie, welcher einen Großteil des Verteidigungshaushaltes aufbrauchte. Das konservative französische Militär hatte zwar eine kleine aber lautstarke Schule des modernen Denkens, welche die Abhängigkeit von statischen Befestigungen verurteilte, sich jedoch nicht durchsetzen konnte. Französische Streitkräfte Frankreich ging aus dem 1. Weltkrieg mit beträchtlichen militärischen Prestige hervor, jedoch waren die französischen Streitkräfte und tatsächlich auch die ganze Nation erschöpft. Das französische Heer war eine Armee der Wehrpflichtigen und von sehr unterschiedlicher Qualität. Die Reserve-Divisionen wurden häufig zu einer Belastung und Beobachter, darunter der englische General Brooke, waren von ihrem Ungehorsam und schlampigen Auftreten erschüttert. Die französische Armee wurde am 1. September 1939 mobilisiert, wobei etwa 5 Millionen Reservisten in das stehende Heer von 900.000 Mann übernommen wurden. Grundsätzliche Verbände der französischen Armee Bestand an Panzerkampfwagen im September 1939 Uniformen Zwanzig Jahre nach seiner Einführung wich das alte ‘Horizont-Blau’ der französischen Uniformen des Ersten Weltkrieges dem Khaki, als dieses 1935 zur Standardfarbe der Uniformen der französischen Armee bestimmt wurde. Zuvor hatten nur die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen khaki getragen. In den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg wurden eine Reihe von Änderungen an den bestehenden Uniformen vorgenommen und völlig neue Kleidungsstücke und Ausrüstungsgegenstände eingeführt, die aber bis zum Sommer 1940 noch nicht alle Truppenteile erreicht hatten. Offiziere trugen entweder weiterhin den alten geschlossenen Waffenrock oder das neue offene Muster, das links unten beim Generalleutnant (rechts) abgebildet ist. Im Feld trugen die Generäle ein einfaches khakifarbenes Käppi mit metallischen Rangsternen auf der Vorderseite. Der Mantel war einreihig, mit fünf oder sechs Knöpfen vorne und einem niedrigen Fallkragen mit ausgeprägter Spitze, und der Umschlagmantel war einreihig, mit fünf Manschetten. Als Ausgehuniform konnten Offiziere lange khakifarbene Hosen mit braunen Paspeln und Streifen tragen. Die grundlegende Felduniform für andere Dienstgrade ist in der Abbildung links dargestellt. Andere Formen der Kopfbedeckung waren die khakifarbene Seitenmütze und das khakifarbene Barett für Festungstruppen. Eine der wichtigsten Variationen der Felduniform wurde vom berittenen Personal bei der Kavallerie, bespannten Artillerie und Versorgungskolonnen mit Pferdefuhrwerken getragen. Sie erhielten einen einreihigen Mantel und Reithosen, während ihr Schuhwerk aus Stiefeletten, Sporen und Leggings bestand. Schützen (Chasseurs a pied) und Gebirgsschützen (Chasseurs alpins) trugen eine unverwechselbare dunkelblaue Uniform, obwohl sie den khakifarbenen Mantel der Infanterie für den Wintereinsatz beibehielten. Die Kopfbedeckung war ein dunkelblaues Barett. Der Winter von 1939/1940 war besonders streng, und der französische Soldat fand seine Uniform unzureichend für die Temperaturen, die manchmal minus 20 Grad Celsius erreichten. Die Winterkleidung musste von der Einheit oder dem Einzelnen improvisiert werden und bestand im Wesentlichen aus zusätzlicher Unterwäsche und Pullovern. Die gebräuchlichsten Formen der äußerlichen Winterkleidung waren ärmellose Schaffellmäntel und Stulpen, Gummistiefel und Wintertarnanzüge. Angehörige von motorisierten und gepanzerten Verbänden erhielten die Standarduniform, trugen aber im Dienst mit ihren Fahrzeugen einen speziellen Helm oder ein schwarzes Barett und entweder den veralteten doppelreihigen, schwarzen Ledermantel oder das neue einreihige braune Modell. Über khakifarbenen Hosen und Gamaschen trugen sie khakifarbene Exerzierhosen, die um den Knöchel herum geschlossen wurden. Bei warmem Wetter trugen Panzerbesatzungen in der Regel ihre zweiteiligen Arbeitsoveralls. Motorradtruppen trugen ebenfalls den Helm der motorisierten Truppe und einen Ledermantel oder die neue zweireihige Baumwoll-Entenjacke des Modells 1938 oder einen wasserdichten Regenmantel aus Segeltuch. Die Kolonialsoldaten und afrikanischen Truppen, die während des Feldzuges 1940 in Frankreich eingesetzt wurden, trugen die Standarduniform der französischen Armee mit bestimmten Unterscheidungsmerkmalen. Die Fremdenlegion zum Beispiel hatte das Recht, das weiße Käppi zu tragen (obwohl es nur selten im Einsatz verwendet wurde), während die Zouaven, Tirailleure und Spahis den Chechias oder Turbane in verschiedenen Farben trugen. Darüber hinaus trugen die Fremdenlegion und die Zouaven eine blaue Schärpe, die Tirailleure eine rote Schärpe und die Spahis einen weiß-roten Burnus. Abzeichen Der Rang der Offiziere wurde durch die Abzeichen an den Ärmeln des Waffenrocks und des Übermantels sowie an der Kopfbedeckung und der Futtermütze angezeigt. Auf dem Mantel und anderer Überbekleidung wurden die Rangabzeichen durch eine Reihe von Streifen auf Laschen dargestellt, die an einem Mantelknopf befestigt waren. Offiziere im Generalsrang hatten goldene Eichenblätter auf das Käppi gestickt, während andere Offiziere goldene und silberne Spitzen auf dem Käppi trugen, um den Rang zu kennzeichnen. Das Regiments-Abzeichen oder die Regiments-Nummer wurde auf der Vorderseite des Käppis gezeigt. Abzeichen für Offiziere und Unteroffiziere wurden als Chevrons und Streifen am Arm getragen. Die Dienstgrade ab Gefreiter aufwärts waren berechtigt, einen goldenen oder silbernen Kinnriemen am Käppi zu tragen. Die Farbe der Chevrons und Ziffern sowie die Farbe des Kragenspiegels selbst identifizierten die Einheit des Trägers. Infanterie und Panzertruppen hatten zum Beispiel khakifarbene Abzeichen – aber während die Infanterie blaue Chevrons und rote Ziffern verwendete, hatten die Panzertruppen normalerweise graue Chevrons und Ziffern. Die Artillerie wiederum hatte rote Kragenabzeichen mit blauen Chevrons. Französische Rangabzeichen für Offiziere Erste Reihe am Käppi, zweite Reihe Manschetten (v.l.n.r.): Marschall von Frankreich; Armee-General; Korps-General; Generalleutnant (einer Division); Generalmajor (einer Brigade); Oberst; Oberstleutnant (Panzertruppe); Major (Sahara-Kompanien); Hauptmann (Dragoner); Leutnant (Marokkanische Spahis); Zweiter Leutnant (Fremdenlegion). Französische Rangabzeichen für Unteroffiziere und Mannschaften Erste Reihe am Käppi (bis auf letzte drei), zweite Reihe (und erste Reihe letzte drei) Manschetten (v.l.n.r.): Chef-Adjutant; Adjutant; Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (reguläre Truppen); Unterfeldwebel; Korporal-Major (Rang über Unteroffizier); Korporal (Unteroffizier); Oberschütze. Letzte drei – erste Reihe: Oberfeldwebel; Unterfeldwebel (der Regulären); Unterfeldwebel. Letzte drei – zweite Reihe: Korporal-Major (Panzertruppe); Korporal (Unteroffizier der Kavallerie); Oberschütze (Marokkanische Schützen). Französische Luftwaffe Stärke der l’Armee de l’Air Die Luftverteidigung Frankreich und seinen überseeischen Provinzen lag in der Hand von fünf Luft-Regionen (Dijon, Paris, Tours, Aix-en-Provence und Nordafrika), von denen jede in zwei Bezirke aufgeteilt war. Die größten fliegenden Verbände waren die Luftwaffen-Divisionen und selbständigen Luftwaffen-Brigaden. Eine Luftwaffen-Division hatte zwei oder drei Brigaden mit je zwei oder drei Staffeln. Die Stärke am Vorabend des 2. Weltkrieges waren 1.114 Jagdflugzeuge, 1.002 Bomber und 800 Aufklärer mehr …

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