Schwerer Wehrmachtsschlepper der Firma Tatra


Schwerer Wehrmachtsschlepper der Firma Tatra

Schwerer Wehrmachtsschlepper der Firma Tatra

Weitere interessante Beiträge:
Im Blickpunkt:
  • Panzerkreuzer Blücher

    Deutscher Panzerkreuzer Blücher und das Gefecht auf der Doggerbank im Ersten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken und Bilder. Der Panzerkreuzer SMS Blücher ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein völlig ungeeignetes Kriegsschiff entstehen kann. Panzerkreuzer Blücher Das Schiff wurde überstürzt entworfen und gebaut, um einer fälschlicherweise wahrgenommene Bedrohung durch eine rivalisierende Seemacht entgegenzutreten. Ursache war, dass die Briten ihr ersten Schlachtkreuzer unter großer Geheimhaltung bauten und diese bewusst irreführend als ‘Panzerkreuzer’ bezeichneten. Diese Panzerkreuzer hatten normalerweise eine Wasserverdrängung von über 13.500 Tonnen und eine Bewaffnung aus einem Mix von 233,7-mm und 190,5-mm-Geschützen, und es war einfach, die Deutschen glauben zu lassen, dass die neuen Schiffe eine Größe von 16.000 Tonnen mit einer Bewaffnung von acht 233,7-mm-Kanonen hatten. Tatsächlich hatten die schnellen Schlachtkreuzer der ‘Invincible’-Klasse jedoch 17.500 Tonnen und eine Bewaffnung von ach 304,8-mm-Geschützen. Als Antwort legten die jedoch etwas unsicheren deutschen Marineplaner erst einmal vorsichtig nur ein Schiff der ‘Blücher’-Klasse auf Stapel. Durch den Einbau einer Batterie aus 12 Geschützen in sechs hexagonal angeordneten Türmen, ähnlich wie in den neuen Schlachtschiffen der ‘Nassau’-Klasse, erwarteten sie einen Vorteil in der Breitseite. Nicht nur, dass die 210-mm-Geschütze der ‘Blücher’ die britischen 233,7-mm-Kanonen an Reichweite übertreffen würden, auch die verschossene Breitseite wog fast 1.134 kg gegenüber den 862 kg der erwarteten fünf 233,7-mm-Kanonen in Einzeltürmen. Anfangs wurden die Briten durch den Erfolg ihrer eigenen Täuschung ihrerseits erst einmal verwirrt. Noch 1908 wurde im maßgeblichen Marine-Jahrbuch Brassey’s Naval Annual zwar die Anzahl der Türme bei der ‘Blücher’ richtig angegeben, jedoch sollten vier davon über je zwei 280-mm-Geschütze und zwei Einzeltürme jeweils über ein 280-mm-Geschütz verfügen. Bei einem Schiff dieser Größe, so wird festgestellt, sollte dieses Kaliber die mindeste zu erwartende Bewaffnung sein. Nachdem die wahre Natur der britischen ‘Invincible’-Klasse bekannt wurde, so hatte man in Deutschland keine andere Wahl, als das einmal begonnene Schiff als ‘Super-Panzerkreuzer’ mit Panzergürtel über die volle Länge, zwei Panzerdecks und einer Geschwindigkeit von lediglich 26 Knoten fertigzustellen. Jedoch machte man dann den Fehler, diesen wohl besten jemals gebauten Panzerkreuzer zusammen mit den schnellen und stärker bewaffneten Schlachtkreuzern einzusetzen. ‘Blücher’ war langsamer und schlechter bewaffnet, als sie 1915 während der Schlacht auf der Doggerbank an das Ende von Hippers Schlachtlinie gesetzt wurde. Sie zwang die deutschen Schlachtkreuzer auf ihrem Rückzug dazu, nicht mit voller Fahrt laufen zu können und geriet als erste unter das Feuer der weiter tragenden 304,8-mm-Granaten der britischen Schlachtkreuzer, welche bei diesem steilen Einschlagswinkel die Panzerdecks durchschlugen und so zu ihrem Untergang führten. Spezifikationen Panzerkreuzer Blücher Spezifikationen: Schlacht auf der Doggerbank Deutsche Schlachtkreuzer hatten erstmals im Dezember 1941 die englische Küste beschossen, worauf Beatty mit seinen britischen Schlachtkreuzern eine allerdings ergebnislosen Vergeltungs-Operation in die Deutsche Bucht versuchte. Da die britischen Unternehmungen im Bereich der Doggerbank fortgesetzt wurden, befahl die deutsche Admiralität dem Schlachtkreuzer-Verband von Vizeadmiral Hipper auszulaufen. Sein Geschwader bestand aus drei modernen Schlachtkreuzern und dem großen Panzerkreuzer Blücher, dazu kamen sechs Leichte Kreuzer und über zwanzig Torpedoboote. Sein Auftrag lautete, im Morgengrauen des 24. Januar 1915 die Doggerbank nach britischen Seestreitkräften abzusuchen und diese zu bekämpfen. Dahinter stand der Gedanke, überraschend mit größeren Schiffen leichte britische Aufklärungseinheiten zu versenken. Allerdings hatte ein einziges Ereignis großen Einfluss auf den Seekrieg in der Nordsee und dies praktisch fast für die gesamte Dauer des Ersten Weltkriegs. Der deutsche leichte Kreuzer Magedburg sank nämlich in der Ostsee, wobei ein Codebuch über Bord geworfen oder weggeschwemmt wurde. Die Russen konnten es bergen und obwohl es wasserdurchtränkt war, konnte es immer noch gelesen werden. Es beinhaltete alle militärischen Koordinaten, sowohl für die Ostsee als auch die Nordsee. Die Russen gaben diese Informationen an die Briten weiter und da der Code in Deutschland niemals mehr wesentlich während des Krieges verändert wurde, erhielt die Royal Navy von nun an durch abgehörte deutsche Funksprüche eine genaue Vorstellung der Unternehmungen deutscher Kriegsschiffe. So konnte die britische Funkaufklärung den Befehl an Hipper abfangen und die Koordinaten seines Operationsgebietes entschlüsseln. So lief nur fünfzehn Minuten nach Hipper auch Beatty mit seinen fünf Schlachtkreuzern und einem leichten Kreuzergeschwader aus dem Firth of Forth aus. Beatty hatte dabei die drei neusten britischen Schlachtkreuzer in seinem Verband, welche eine leicht höhere Geschwindigkeit hatten und mit 34,3-cm-Geschützen statt der 30,5-cm und 28-cm-Geschützen auf deutscher Seite bewaffnet waren. Allerdings hatten die deutschen Schlachtkreuzer eine etwas bessere Panzerung, zuverlässigere Granaten und ein überlegenes Feuerleitsystem und die Geschütztürme erlaubten durch ihre größere Überhöhung eine weitere Schussweite. Beatty vertraute aber noch auf Verstärkung durch Commodore Tyrwhitts leichte Kreuzer und Zerstörer, mit denen er sich am nächsten Morgen um 7 Uhr etwa 30 Seemeilen nördlich der Doggerbank und 180 Seemeilen westlich von Helgoland treffen wollte. An dieser Stelle nahmen die Briten an, würde auch Hipper zu diesem Zeitpunkt eintreffen. Das Schlachtkreuzer-Gefecht Etwas früher erreichten alle drei britischen Geschwader diese Stelle bei ruhiger See mit guter Sicht am frühen Morgen des 24. Januar 1915. Und wie auf Bestellung erschienen einige Minuten später tatsächlich Hippers Schiffe. Als die Deutschen die Dreibein-Masten der britischen Schiffe erkannten, drehten sie schnell ab, um zu ihren Stützpunkten zurückzulaufen. Dabei Übernahm der Schlachtkreuzer Sedylitz, das Flaggschiff Hippers, die Spitze. Hinter ihm liefen die beiden anderen Schlachtkreuzer Moltke und Derfflinger. Der ältere und langsamere Panzerkreuzer Blücher war das letzte der Schiffe in der Linie der deutschen Großkampfschiffe. Die drei neueren britischen Schlachtkreuzer Lion, Tiger und Princess Royal fuhren bald seitlich nach Süden versetzt mit 29 Knoten hinter den deutschen Schiffen her, was ihnen die Möglichkeit gab, diese von ihren Stützpunkten abzuschneiden. Die älteren Schlachtkreuzer New Zealand und Indomitable konnten diese Geschwindigkeit nicht erreichen und fielen zurück. Noch vor 9 Uhr eröffnete das Flaggschiff von Beatty, die Lion, die ersten Probeschüsse und erzielte kurz danach einen Treffer auf dem Panzerkreuzer Blücher.   Als die Entfernung zu den deutschen Schiffen weiter abnahm, konnte Lion den Schlachtkreuzer Derfflinger beschießen. Die gerade in Dienst gestellte Tiger, das einzige britische Schiff mit einem Feuerleitsystem auf der Doggerbank, übernahm nun das Feuer auf den Panzerkreuzer Blücher. Beatty beabsichtigte, so nahe heranzukommen, bis auch das deutsche Flaggschiff an der Spitze beschossen werden kann. Nach britischer Gefechtsvorschrift sollte jedes Schiff das mehr …

  • Schlachtschiff Marat

    Russische Schlachtschiffe Archangelsk der britischen Royal-Sovereign-Klasse und Marat, Gangut. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Schlachtschiff Archangelsk Archangelsk Typ: russisches Schlachtschiff der englischen Royal-Sovereign-Klasse. Geschichte: Nach der Kapitulation Italiens im September 1943 beanspruchte die sowjetische Regierung umgehend ein Drittel der italienischen Flotte, als Ausgleich für die durch italienische Kriegsschiffe im Schwarzen Meer verursachten Schäden. Wenn auch die Angloamerikaner wenig Bereitschaft dafür zeigten, hatten sie jedoch keine andere Wahl, als einen Kompromiss einzugehen. Bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die überlassenen italienischen Flotteneinheiten einsatzbereit und aufgeteilt werden könnten, wollten sie einige ihrer eigenen Schiffe an die Sowjetunion ausleihen. Als Teil dieser Vereinbarung machte die englische Royal Navy das alte Schlachtschiff Royal Sovereign (Stapellauf 1915), zusammen mit vier Unterseebooten (U- und S-Klasse) und neun ehemaligen amerikanischen Glattdeck-Zerstörer verfügbar. Die Schiffe der Royal-Sovereign-Klasse (oder kurz ‘R’-Klasse genannt) waren die letzten englischen Schlachtschiffe, welche während des 1. Weltkrieg gebaut wurden. Die Klasse bestand ursprünglich aus acht Schiffen, aber nur fünf wurden tatsächlich fertiggestellt: Resolution, Revenge, Royal Oak, Ramillies und Royal Sovereign. Ihre Abmessungen waren etwas kleiner als die der vorausgegangenen Queen Elizabeth Klasse, aber ihre Panzerung war besser verteilt und sie hatten die gleiche Hauptbewaffnung aus acht 38,1-cm-Geschützen in vier Türmen. Diese fünf Schiffe wurden zwar während der Jahre zwischen den beiden Weltkriegen umgebaut, jedoch nicht modernisiert. Während des 2. Weltkrieg taten sie daher nur Dienst bei zweitrangigen Aufgaben – welche aber trotzdem wichtig waren, wie die Sicherung von großen Geleitzügen oder Truppentransporten gegen deutsche Handelszerstörer oder als Abschreckung gegen die Japaner im Indischen Ozean. Der einzige Kriegsverlust der Klasse war die Royal Oak, welche bereits am 14. Oktober 1939 durch Günther Prien mit seinem U 47 in Scapa Flow versenkt wurde. Resolution wurde 1940 durch ein französisches Unterseeboot torpediert und Ramillies durch ein japanisches Kleinst-U-Boot vor Madagaskar im Jahr 1942, aber beide Schiffe konnten repariert werden und traten wieder der Flotte bei. Ramillies wurde später auch noch zum Beschuss der Küstenabschnitte an der Normandie und in Südfrankreich während der dortigen alliierten Invasionen eingesetzt. Die Royal Sovereign war zwar erst kurz zuvor mit neuem Radargerät und Flugabwehr-Kanonen ausgerüstet worden, trotzdem war sie nun – abgesehen von ihrer Einsatzmöglichkeit zum Küstenbeschuss – für die Royal Navy entbehrlich geworden. Eine sowjetische Schiffsbesatzung traf im Frühjahr 1944 in England ein und stellte das Schiff offiziell am 30. Mai 1944 als Archangelsk in Dienst. Im August 1944 lief sie zusammen mit dem Arktis-Konvois JW59 in das Weiße Meer. Sie verblieb in der Arktis für den Rest des Krieges und feuerte dabei keinen einzigen Schuss ab. Zu dem damaligen bizarren russischen Charakter noch die Anmerkung, dass als sie im Februar 1949 wieder an die Royal Navy zurückgegeben wurde, alle Waffen an Bord – von dem 38,1-cm-Geschütz bis zur 4-cm-Flak – noch immer geladen waren und zusätzlich die Messedecks mit menschlichen Exkrementen bedeckt waren. Benutzer: Britische Royal Navy, Russische (Sowjetische) Marine. Animation 3D-Modell Schlachtschiff Revenge der Royal-Sovereign-Klasse Spezifikationen für Schlachtschiff Archangelsk Spezifikation: Bewaffnung: Panzerschutz: Einsatzstatistik: Schlachtschiff-Klasse Marat oder Gangut (Oktjabrskaja-Revoluzia) Die einzigen anderen sowjetischen Schlachtschiffe des Zweiten Weltkrieges waren die Schiffe der Klasse Oktjabrskaja-Revoluzia, welche ursprünglich unter dem Namen Gangut-Klasse zu Beginn des Ersten Weltkrieges für die Marine des Zaren in Dienst gestellt worden waren. Etwa ein Dutzend russische Schlachtschiffe überstanden die Russische Revolution von 1917, aber die meisten wurde in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts verschrottet. Die einzige Ausnahme waren die vier Einheiten der Gangut-Klasse, welche neben dem Klassenschiff die Namen Petropawlowsk, Poltawa und Sewastopol hatten. Sie hatten eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte, denn nach den schweren Verlusten der zaristischen Flotte im Russisch-Japanischen Krieg, musste Russland seine Flotte wieder vollständig neu bauen. Die ersten der neuen Großkampfschiffe waren die Einheiten der Gangut-Klasse für die Ostsee-Flotte, mit deren Planungen bereits 1906/1907 begonnen wurde. Das Ziel der russischen Marine war es, ihre ersten Großkampfschiffe mit einer Höchstgeschwindigkeit von 21,5 Knoten und einer Hauptbewaffnung aus zwölf 305-mm-Geschützen und einer Sekundärbewaffnung aus sechzehn 120-mm-Kanonen in Kasematten zu bauen. Dafür wurden einundfünfzig Entwürfe geprüft, aber der beste von der deutschen Werft Blohm&Voss wurde zurückgewiesen, da die Regierung des Zaren darauf bestand, dass die Schiffe in Russland gebaut werden müssen. Mithilfe des britischen Schiffbauers John Brown wurde deshalb dieser Entwurf überarbeitet, was dazu führte, dass das Schiff ungefähr in der Klasse zwischen einem Schlachtschiff und Schlachtkreuzer lag und daher zu ihrer Zeit als ‘Ostsee-Schlachtschiff’ bezeichnet wurde. Das lag daran, dass man sich dabei eng an die Vorstellungen des italienischen Generals Cuniberti gehalten hatte, der schwerer bewaffnete und schnellere Kriegsschiffe bevorzugte, dafür weniger Wert auf Panzerschutz legte. Deshalb ähnelten die russischen Schiffe in einem größeren Maßstab dem italienischen Schlachtschiff Dante Alighieri, welches ebenfalls 305-mm-Geschütze in Drillingstürmen auf der Mittschiffs-Linie trug. Die Schiffe der Gangut-Klasse hatten jedoch dagegen glatt durchlaufende Decks, eine anders angeordnete Maschinenanlage und Panzerungsaufbau. Die vier Türmen mit jeweils drei 305-mm-Geschützen standen alle entlang der Mittellinie, was eine Breitseite von zwölf Kanonen gegenüber den acht von zeitgenössischen britischen und deutschen Schlachtschiffen ergab. Diese russischen 30,5-cm-L/52-Geschütze erwiesen sich zudem als sehr Zielgenau. Obwohl die Drillingstürme eine starke Bewaffnung ergaben, mussten jedoch der Bug- und Heckturm knapp vor dem Schiffsenden montiert werden, da es keine überhöhte Anordnung der einzelnen Türme gab. Deshalb war es auf den Schiffen der Gangut-Klasse bei Fahrt immer sehr Nass. Die Mittelartillerie war zudem schlecht angeordnet und bei schwerer See nur wenig Wert. Der Entwurf der Antriebsmaschinen und des Schiffskörpers ergab eine Höchstgeschwindigkeit von 23 Knoten, was 1,5 Knoten über den ursprünglichen Anforderungen lag und damit einen Vorsprung von zwei bis drei Knoten gegenüber jedem anderen auf See befindlichen Schlachtschiff ergab. Im Gegensatz zum Rest des Schiffes lag der Panzerschutz jedoch unter dem Standard, da mehrere Kompromisse eingegangen werden mussten, um das Gesamtgewicht geringer zu halten. Da die Schiffe insbesondere für den Einsatz in der Ostsee vorgesehen waren, hatten sie einen besonderes verstärkten, Eisbrechenden Bug. Das Gewicht der Maschinenanlage und der Panzerung verhinderte jedoch den Einbau von Torpedoschotten. Die Korbmasten amerikanischer Art, welche bei der vorhergehenden Imperator-Pawel-Klasse erstmals erprobt worden waren, wurden während des Baus durch Stangenmasten ersetzt. Trotzdem wurde der verfügbare Raum des Schiffskörpers nicht optimal genutzt und die mehr …

  • Polnische Truppen marschieren durch eine englische Stadt

    Polnische Armee im Exil. Stärke, Ausrüstung und Divisionen der polnischen Exil-Einheiten in Frankreich und England, Luftwaffe und Marine. hier zu den Polnischen Streitkräften 1939. Viele polnische Soldaten, einzeln oder in kleinen Gruppen, konnten sich nach der Niederlage von 1939 der Gefangenschaft entziehen oder aus der Internierung entkommen und machten sich entweder durch die baltischen Staaten im Norden oder durch Rumänien, Ungarn, Jugoslawien und Italien im Süden auf den Weg nach Frankreich. Die Aufstellung der polnischen Exilarmee begann im November 1939 und ein großes Lager wurde für die Polen in Coetquidan in der Bretagne vorbereitet. Der Strom polnischer Freiwilliger brach nicht ab, bis nicht Lager in weniger als drei französischen Departements gefüllt waren. Allmählich nahm eine Armee Gestalt an. Sie umfasste ein Hauptquartier, Ausbildungseinrichtungen, zwei Infanterie-Divisionen mit zwei weiteren in der Aufstellung, eine unabhängige Gebirgs-Brigade und eine gepanzerten Kavallerie-Brigade mit einer Gesamtstärke von 72.000 Mann. Die polnischen Armee-Einheiten in Frankreich: Polnische Exil-Armee in Frankreich: Als der deutsche Angriff begann, war nur die Hälfte der polnischen Armee fertig aufgestellt. Die 3. und 4. Infanterie-Division wurden dazu verwendet, 12 Panzerabwehr-Kompanien zur Verstärkung französischer Divisionen zu formieren, während die 10. gepanzerte Kavallerie-Brigade nur einige Tage nachdem sie ihre neue Ausrüstung erhalten hatte, aufgeteilt wurde und eine Kampfgruppe davon direkt an die Front geschickt wurde. Die Gebirgs-Brigade, welche wie die französischen Chasseurs Alpins (Alpenjäger) gegliedert war – wenn auch nur wenige ihrer Männer etwas über Berge wussten – wurde nach Norwegen abtransportiert. Während des Frankreich-Feldzug erlitten die 1. Grenadier-Division und 2. Infanterie-Division schwere Verluste, bevor sie über die Grenze zur Schweiz abgedrängt und dort interniert wurden. Von den insgesamt 83.000 Mann in den polnischen Exilstreitkräften am 15. Juni 1940 konnten 24.000 nach England evakuiert werden, wo sie mit den schon 3.700 Polen in der englischen Royal Navy und Royal Air Force zusammengefasst wurden. 5.000 Mann befanden sich noch im Mittleren Osten und 50.000 Polen sind in Frankreich gefallen, in Kriegsgefangenschaft geraten oder im Ausland interniert worden. Organisation der polnischen Armee Die 1. Grenadier- und die 2. Schützen-Division verfügten über jeweils drei Infanterie-Regimenter, ein Regiment Feldartillerie und ein Regiment mittlerer Artillerie, ein Pionier-Bataillon, eine Pionier-Kompanie, eine Aufklärungseinheit, ein Nachrichten-Bataillon, eine Funktelegrafen-Kompanie, eine Divisions-Panzerabwehr-Kompanie, zwei Transportkompanien, ein Zug Militärpolizei und verschiedene, andere Dienste. Insgesamt ergab dies 16.000 Mann in jeder der beiden Divisionen. Die 3. und 4. Infanterie-Division hatten beide nur zwei Infanterie-Regimenter, wenn es auch vorgesehen war, ein drittes zu einem späteren Zeitpunkt hinzuzufügen. Die unabhängige Hochland-Brigade bestand aus zwei Demi-Brigaden (Halb-Brigaden) zu je zwei Bataillonen mit jeweils drei Schützen und einer Unterstützungs-Kompanie, bewaffnet mit Gewehren und Pistolen und unterstützt durch fünfzehn 60-mm und fünfzehn 81-mm-Granatwerfer sowie 25 Panzerabwehr-Kanonen. Ihre Stärke war 182 Offiziere, 45 Offiziers-Kadetten (Aspiranten), 742 Unteroffiziere und 3.809 Mann anderer Ränge. Die 10. Panzer-Brigade wurde aus Soldaten der ehemaligen polnischen Panzer-Brigade gebildet, welche nach der polnischen Niederlage in Ungarn interniert wurden. Die Männer erreichten anschließend Frankreich in kleineren Gruppen. Bis zum Juni 1940 bestand die Stärke aus 3.323 Mann aller Ränge. Sie wurden in ein Panzer-Regiment aus zwei Bataillonen mit insgesamt 90 Renault R-35 Panzer organisiert. Dazu kam ein motorisiertes Kavallerie-Regiment aus zwei Bataillonen, eine Artillerie-Batterie aus zwei Trupps mit 105-mm-Kanonen, ein Panzerabwehr-Trupp mit 25-mm-Pak, Nachrichten-Staffel, Pionier-Kompanie und sonstige Dienste. Zudem gab es eine angegliederte ‘Kampfgruppe’, welche aus 102 Offizieren und 1.607 Mannschaften bestand. Uniformen Die polnischen Soldaten in Frankreich erhielten zuerst veraltete Horizont-blaue Uniformen, welche aus dem Ersten Weltkrieg zurückgeblieben waren. Diese wurden aber nach und nach durch die neuen Standard-Uniformen in Khaki-Farbe ersetzt. Die polnischen Offiziere, welche immer noch über ihre vor bis 1939 hergestellten polnische Uniformen verfügten, trugen diese oft außerhalb des eigentlichen Dienstes. Die Standard-Uniform für Offiziere bestand aus einer Seitenkappe, einem offenen einreihigen Khaki-Uniformrock mit Khaki-Hemd und Schlips. Dazu passende Stiefelhosen mit entweder braunen Schnürstiefeln oder hohen schwarzen Stiefeln. Die Ausrüstung bestand aus braunem Ledermaterial, ebenso wie bei den französischen Offizieren. Mannschaften erhielten auch die Standard-Felduniform in Khaki und die Hochland-Brigade, welche nach Narvik in Norwegen geschickt wurde, erhielt zusätzliche Kleidung und Ausrüstung der französischen Gebirgstruppen. Andere Formen der Kopfbedeckung für Mannschaften waren Khaki-Baretts für Gebirgstruppen, schwarze Baretts für die Panzertruppe und die zwei Modelle des französischen Stahlhelmes an der Front, auf welchen der polnischen Adler in weißer Farbe vorne aufgemalt wurde. Polnische Armee in England Polnische Truppen begannen ab dem 24. Juni 1940 in England einzutreffen. Im September 1940 wurde ein polnisches Korps gebildet, welches ein Hauptquartier, zwei Schützen-Brigaden und den Kader für eine Dritte, sowie verschiedene Unterstützungs- und Versorgungseinheiten umfasste. Der anhaltende Mangel an Soldaten, vor allem an verschiedenen Spezialisten, und der generelle Mangel an Ausrüstungsgegenständen aller Art, welcher zu jener Zeit in England herrschte, führte jedoch zu Verzögerungen bei der Fertigstellung der Formationen. Gegen Ende des Jahres 1940 war die Stärke des Korps 3.498 Offiziere und 10.884 Mannschaften, womit die polnische Armee der bei weitem bedeutendste Teil der Exilstreitkräfte in England war. Der Mangel an Artillerie wurde durch Eingliederung eines englischen Regimentes mittlerer Feldartillerie behoben. Da es keine gepanzerten Kampffahrzeuge gab, bildeten polnische Panzerbesatzungen Infanterie-Einheiten. Die polnischen Soldaten, welche nach dem Fall von Frankreich in Großbritannien eintrafen, trugen französische Uniformen und behielten diese, bis ab Juli 1940 britische Uniformen ausgegeben werden konnten. Trotzdem wurde noch für einige Monate der französische Adrian-Helm zusammen mit den britischen Uniformen getragen, bis auch diese ersetzt werden konnten. Dagegen wurde der französische Helm für motorisierte Truppen weiterhin verwendet, da dieser beliebt und zudem praktisch war. Erst nachdem eine britische Alternative gefunden werden konnte, wurde er ersetzt. Die Offiziere, welche noch ihre polnische Vorkriegsuniform hatten, verwendeten diese weiterhin. Auf der Kopfbedeckung, welche entweder aus der viereckigen polnischen Czapka oder der Seitenkappe bestand, erschien der polnische Adler aus weißem Metall. Auf dem Barett bestand er aus Stoff und auf den verschiedenen Arten der Helme wurde er in gelber Anti-Gas-Farbe gemalt. Am oberen Ärmel trugen die Polen ein rotes Stück Stoff mit der Inschrift ‘Poland’ in Weiß. Polnische Rangabzeichen wurden weiterhin getragen und an den Schultergurten und der Kopfbedeckung zeigte ein schmaler Stoffkragenspiegel das Regiment oder die Waffengattung an. Polnische Luftwaffe Die Besatzungen von 84 polnischen Flugzeugen, welche im Oktober 1939 nach mehr …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Scroll to Top