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  • 3D-Modell T34 Modell 1940

    Berühmter sowjetischer T-34 Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modelle vom T-34 Modell 1940, 1941 und 1942. T-34 Modell 1940, 1941 und 1942 Typ: mittlerer Kampfpanzer. Geschichte des T-34 Panzer Entwicklung 1937 wurde der noch junge M. Koshkin als Leiter des Entwicklungsbüros zu den KhPZ-Werken in Charkow versetzt. Seine neue Mannschaft bestand dort aus A. Morozow für die Kraftübertragung, N. Kucherenko und P. Vasiliew für das Laufwerk sowie M. Tarshinow für die Gestaltung des Panzerschutzes. Alle Beteiligten hatten schon wichtige Erfahrungen im Panzerbau gesammelt. Tarshinow hatte die Vorteile stark abgeschrägter Panzerungen bei den experimentellen Prototypen BT-IS und BT-SW studiert, während Morozw am neuen V-2-Dieselmotor beteiligt war, der erstmals in den BT-8 und dem Woroschilow-Traktor eingebaut wurde. Kucherenki und Vasiliew hatten am T-29-4-Prototypen gearbeitet, welcher die Anwendbarkeit des Christie-Laufwerks bei mittleren Panzern untersuchte. Die Aufgabe des Entwicklungsbüros war es, einen Ersatz für den schnellen BT-Panzer zu entwickeln und der neue Entwurf wurde intern als A-20 bezeichnet. Die Spezifikationen verlangten aufgrund der Erfahrungen im Spanischen Bürgerkrieg und gegen die Japaner im Fernen Osten einen Panzer, welcher auf jede Entfernung den Beschuss einer 37-mm-Pak widerstehen konnte, sowie einer 76-mm-Kanone aus Entfernungen von über 1.000 Metern. Da die russischen Benzinmotoren sich als zu empfindlich gegen Beschuss herausgestellt hatten, wurde auch die Verwendung eines weniger feuer- und explosionsgefährdeten Diesel-Motors verlangt. Schließlich folgte noch während des Winterkriegs 1939/40 gegen Finnland die Forderung, nur Schmiermittel zu verwenden, welche auch bei sehr tiefen Temperaturen den Einsatz ermöglichen. Im Mai 1938 wurde ein Holzmodell des A-20 dem Verteidigungs-Komitee vorgestellt. Dieses entsprach den Spezifikationen, welche von Pawlow als Vorsitzendem des ABTU gefordert wurden, mit einer 20-mm-Panzerung, einer 45-mm-Kanone und einem abnehmbaren Kettenlaufwerk um auch auf Straßenrädern fahren zu können. Das Entwicklungs-Team des A-20 war nicht von der Einrichtung mit den abnehmbaren Ketten begeistert, da dies zusätzliches Gewicht verursacht und die bisherigen Kampferfahrungen gezeigt hätten, dass diese Eigenschaft überflüssig ist. Koshkin argumentierte, dass das Fahrzeug zumindest 30 mm Panzerung haben müsste, um gegen aktuelle und zukünftige Gefahren bestehen zu können, sowie eine 76-mm-Kanone benötigt, um feindliche Panzer mit gleich guter Panzerung bekämpfen zu können. Stalin war persönlich bei Koshkins Vorführung anwesend und dies führte zur Genehmigung, den A-20-Prototypen und einen weiteren, schwereren Prototypen zu bauen. Letzterer wurde erst A-30 und später T-32 genannt und beinhaltete die Vorschläge von Koshkin. Prototypen beider Modelle waren im Juli 1939 fertig und nach Kubinka für Testversuche geschickt. Wie vorhergesagt, waren die Leistungen des A-20 bei den Tests unter Einsatzbedingungen im Gelände ohne Ketten miserabel, während er mit Ketten genauso gut war wie der T-32. Am 1. September 1939 wurden alle neuen sowjetischen Panzertypen vorgeführt, einschließlich des A-20, T-32, KW-Panzer, T-40 und T-50. Dabei gab es immer noch keine Einigkeit, ob der A-20 oder T-32 der bessere Entwurf war. So schlug Koshkin vor, den T-32 als universellen Panzer anzusehen, welcher die Aufgaben des bisherigen schnellen BT, Infanteriepanzer T-26 und des mittleren T-28 übernehmen kann. Einige Mitglieder des Komitees störte die Tatsache, dass ein T-32 soviel kostete wie drei leichte T-26 und Pawlow unterstützte immer noch seine Spezifikationen, nach denen der A-20 entworfen war. Eine Sitzung des Verteidigungskomitees wurde für den 19. Dezember 1940 einberufen, um die Angelegenheit zu klären. T-34 Modell 1940 Zwischenzeitlich trafen Nachrichten aus Finnland ein, dass die sowjetischen Panzer äußerst empfindlich gegen die finnischen Panzerabwehrgeschütze waren und die 45-mm-Kanone in den Panzern der Roten Armee nicht mit den dortigen Bunkern fertig werden. Um die Angst der Komitee-Mitglieder zu besänftigen, hatte Koshkin seinen Stab Schätzungen ausarbeiten lassen, welche nahe legten, dass die Panzerung des T-32 noch weiter verstärkt werden konnte, ohne größere Einbußen bei der Mobilität zu erleiden. Als Folge davon befahl das Verteidigungskomitee eine mit verstärkten Panzerschutz versehene Version des mittleren Panzers T-32 für die sofortige Produktion freizugeben, um den schnellen BT und mittleren T-28 Panzer zu ersetzen. Diese neue Version wurde als mittlerer Kampfpanzer T-34 bezeichnet und den Vertretern des Kommissariat für die mittlere Schwerindustrie wurde der Auftrag erteilt, 200 T-34 Panzer im Jahr 1940 zu bauen. Die ersten beiden Prototypen des T-34 waren im Februar 1940 fertig und wurden in harte Feldversuche geschickt. Im Juni 1940 wurden Koshkin und der Direktor der KhPZ in Charkow, Maksarev, zu einer Sitzung des verängstigten Zentralkomitees der Kommunistischen Partei bestellt, welche besorgt über die Niederlage von Frankreich waren. Die sowjetische Führung war ernsthaft schockiert über die Geschwindigkeit dieser Niederlage. Im Angesicht der schlechten Leistung der Roten Armee im Winterkrieg gegen Finnland hatten sie davor Angst, dass die Wehrmacht bald ein Auge auf Russland als nächstes Opfer werfen könnte. Stalin beharrte darauf, daß die Produktion des T-34 von 200 auf 600 Panzer erhöht wird, wovon 500 das KhPZ-Werk und 100 STZ bauen sollte. Die Massenproduktion des neuen Panzerentwurfs stellte sich als extrem schwierig heraus und die Lage wurde nicht erleichtert durch fortgesetzte Auseinandersetzungen über den T-34 und die Verbitterung vieler hoher Offiziere, welche von dem Panzer wenig begeistert waren. Das erste Serienmodell des T-34 Modell 1940 verließ die Panzerfabrik KhPZ Nr. 183 nicht vor September 1940. Dazu starb noch später im selben Monat sein Konstrukteur M. Koshkin, angeblich durch Lungenentzündung. 1940 wurden nur 115 T-34 gebaut und einige davon mussten mit M-17T-Motoren und BT-Panzer-Kupplungen ausgerüstet werden, da es einen fortlaufenden Mangel an den neuen V-2-Motoren und Kraftübertragungen gab. Bis zu Beginn des Unternehmens Barbarossa am 21. Juni 1941 waren dann allerdings 967 T-34 an die Rote Armee ausgeliefert worden, zuzüglich 508 schwere KW-Panzer. Animation 3d-Modell T-34 Modell 1940 T-34 Modell 1941 Das Debüt des T-34 Modell 1940 im Kampfeinsatz im Sommer 1941 zeigte zweifelsfrei, daß dies der beste Panzerentwurf seiner Zeit war. Die revolutionäre Konstruktion mit einer dicken, schräg angebrachten Panzerung, starker Feuerkraft und hervorragender Beweglichkeit ordnete ihn in einer Klasse über seinen deutschen Zeitgenossen, dem PzKpfw III und PzKpfw IV, ein. Dies zwang die Wehrmacht zu einem kostspieligen Programm, die vorhandenen Panzertypen besser zu bewaffnen und stärker zu panzern, sowie den PzKpfw V Panther vollständig neu als Gegengewicht gegen den T-34 zu entwickeln. Das Erscheinen des T-34 zwang die Deutschen auch noch ihr komplettes Arsenal an Panzerabwehrmitteln zu mehr …

  • Deutsche Panzerspähwagen in der Donezsteppe

    Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht vor Beginn der Sommeroffensive in Russland am 24. Juni 1942 und Planung des Falles Blau. Die Aufstellung und Verteilung der Divisionen der Wehrmacht und unterstellter Einheiten von Verbündeten kurz vor Beginn der Sommeroffensive 1942 (Fall Blau, Start der Operation am 28. Juni 1942) sowie der Bestand an Panzerkampfwagen zu Beginn des Jahres und bekannte Stückzahlen einzelner Typen im Sommer. Dazu Ausgangslage und Planung des Falles Blau. Schematische Kriegsgliederung der deutschen Wehrmacht, Stand 24.6.1942 Heeres-Gruppe Süd: Heeres-Gruppe Mitte: Heeres-Gruppe Nord: dem OKW unterstellt: Heeresgruppe D, Oberbefehlshaber West: Oberbefehlshaber Südosten: Afrika: Ersatzheer und Chef der Heeres-Rüstung: Zahlenmäßige Übersicht der vollständig aufgestellten und einsatzbereiten Divisionen der deutschen Wehrmacht, Waffen-SS,Luftwaffe und von unterstellten Verbündeten: Pz = Panzer; mot.Inf = motorisierte Infanterie; Inf = Infanterie; Geb = Gebirgsjäger; Sicher = Sicherungs-Div; Lw = Luftwaffen-Div (Luftlande, Fallschirmjäger [FJ], Luftwaffen-Feld); Verb = unterstellte Divisionen der Verbündeten “Ungefähre Soll-Stärke der wichtigsten Divisions-Typen des Feldheeres im Jahr 1942: Panzerkampfwagen Bestand an Panzerkampfwagen am 1.1.1942: Bekannte Stückzahlen von Panzerkampfwagen an der gesamten Ostfront zu Beginn der Sommeroffensive (Juni) und in Afrika (Juli): Fall Blau – Planung der deutsche Sommeroffensive 1942 in Russland Im Herbst 1941 wurde es bei den deutschen Verantwortlichen zunehmend offensichtlicher, dass Unternehmen Barbarossa nicht mehr in diesem Jahr abgeschlossen werden kann und man begann über die Fortsetzungen der Operationen im Jahr 1942 nachzudenken. Für einen Moment von September bis November gab es zwar wieder Hoffnung, die Industrieregion um Moskau und die Ölfelder im Kaukasus bis zum Ende des Jahres zu erreichen. Jedoch schon bevor die Rote Armee die deutschen Verbände am südlichen Ende der Ostfront Ende November 1941 schlagen und Rostow zurückerobern konnte, waren alle deutschen Hoffnungen verflogen, den Kaukasus noch 1941 zu erreichen. Zur gleichen Zeit, als die Euphorie nach den großen Siegen vom Oktober im Mittelabschnitt verflogen war und sich die heftigen Kämpfe fortsetzten, war es den Deutschen klar, dass, selbst wenn sie noch Moskau nehmen könnten, es keine Aussicht gibt, weiter nach Osten voranzukommen. Die dramatische Entwicklung im Dezember, als die deutschen Stoßverbände von der Roten Armee erst zum Stehen und dann zurückgedrängt wurden, machte es deutlich, dass jeder neue Feldzug im Jahr 1942 erheblich hinter den Ausgangsstellungen wird beginnen müssen, welche man noch im November ins Auge gefasst hatte. Dazu gab es weitere Schwierigkeiten für jeden deutschen Offensivplan für das Jahr 1942. Die Verluste an Soldaten und Pferden der deutschen Armeen in Russland waren nicht durch den Rinnsal des Ersatzes zu ersetzten. Obwohl große Anstrengungen unternommen wurden, neue Divisionen aufzustellen, mehr Männer einzuziehen und zusätzliche Pferde zu requirieren, gab es von allem nicht genug, um das Ostheer auf die Stärke von Juni 1941 zurückzubringen. Die Verluste bei den Pferden wogen doppelt schwer, wegen der ebenfalls enormen Verluste an Kraftfahrzeugen während des Winters, was die Infanterie-Divisionen noch abhängiger vom Pferdetransport machte, als es schon zuvor war. Alleine dieser Umstand machte einen Bewegungskrieg an mehr als an einem Frontabschnitt zur gleichen Zeit völlig unmöglich. Im Juli 1941 waren im Angesicht des erwarteten, schnellen Sieges über Sowjet-Russland die Rüstungsprioritäten vom Heer zur Luftwaffe und Kriegsmarine verschoben worden. Dieser Schritt wurde im Januar 1942 wieder rückgängig gemacht, als das Heer wieder oberste Priorität genoss. Aber diese Maßnahme konnte sich frühestens ab Sommer 1942 auswirken und würde vorerst keinesfalls ausreichen, auch nur die Verluste von 1941 wettzumachen. Der Tod des Munitions- und Rüstungsminister Fritz Todt im Januar 1942 war also ‘praktisch’ und ereignete sich auf solch ungewöhnliche Weise, dass Sabotage nicht ausgeschlossen werden kann (die offizielle Untersuchung ergab, dass der Selbstzerstörungsmechanismus der He-111-Frontmaschine versehentlich ausgelöst wurde). Wie auch immer, der neue Verantwortliche für die deutsche Rüstungsproduktion, Albert Speer, zeigte umgehend, daß er effizient und skrupellos war, was beide wichtige Qualifikationen in Nazi-Deutschland waren. Er schaffte es, die Rüstungsproduktion zu steigern, aber die Wehrmacht hatte trotzdem im Juni 1942 weniger Panzer und die Luftwaffe genau so viele Flugzeuge wie exakt ein Jahr zuvor. Erschwerend kam noch hinzu, dass der fortgesetzte See- und Luftkrieg mit Großbritannien und nun auch noch mit den USA, es für das Deutsche Reich unmöglich machte, seine Waffenproduktion auf dem Bedarf an der Ostfront auszurichten und es auch noch erforderte, mehr und mehr Streitkräfte an anderen Fronten zu verwenden. Diese zwei Umstände erlaubten Hitler und seinen Beratern nur noch zwei Möglichkeiten. Die Wehrmacht könnte im Osten in der Defensive bleiben oder eine Offensive an einem Abschnitt der Front beginnen. Die Option, wie im Sommer 1941 an allen Frontabschnitten gleichzeitig anzugreifen, war unter den Schlägen der Roten Armee und den Anforderungen der anderen Kriegsschauplätze nicht mehr gegeben. Es gibt keine Hinweise, dass eine grundsätzlich defensive Strategie im Osten für das Jahr 1942 jemals ernsthaft diskutiert wurde. Die alternative Mittelmeer-Strategie, welche immer wieder von der Kriegsmarine vorgetragen wurde, hatte keine Wirkung auf Hitler, der das Mittelmeer als Italiens Expansionsraum und den deutschen im Osten liegen sah. Falls von Brauchitsch jemals ein strategisches Konzept für das nächste Jahr vor seiner Entlassung im Dezember 1941 erstellt hatte, gibt es keine Spuren davon mehr. General Halder, der Stabschef, welcher nun noch enger mit Hitler zusammenarbeiten musste, hat sicherlich niemals eine eigene Strategie vorgeschlagen und sein Gedanken waren noch mehr auf den Landkrieg fixiert, als die seines Führers. Die einzige, vernünftige Strategie im Osten hatte aber diesmal ein ungewöhnliches Maß an Einstimmigkeit in den deutschen Führungsspitzen. Heeresgruppe Süd hatte schon über den Winter eine ziemlich stabile Front gehalten und das Wetter dort würde deutsche Offensiv-Operationen früher zulassen, als weiter im Norden. Es wurde daher angenommen, dass die zuvor notwendigen Bereinigungsoperationen im Süden, wie die Räumung der Krim und die Zerschlagung des Izyum-Kessels, weit vor der Hauptoffensive abgeschlossen sein würden. Dies wäre bei der Heeresgruppe Mitte oder Nord nicht machbar. Eine Großoffensive in Süd-Russland würde auch mehr Zeit mit besserem Wetter zur Verfügung stellen. Der zweite Grund, welche zu der Entscheidung einer Offensive im Süden führte, war die Aussicht auf wichtige Rohstoffgebiete und strategische Schlüsselstellungen in greifbarer Entfernung. Die Eroberung der Ölfelder im Kaukasus hätte einen dreifachen Effekt auf die Kriegslage. Es würde die Knappheit bei den Erdölprodukten beheben, unter welchen die deutschen mechanisierten Streitkräfte, Kriegsschiffe und Flugzeuge mehr …

  • 3d-Modell Hs129B

    Deutsches Erdkampfunterstützungsflugzeug Henschel Hs 129 und die Panzerbekämpfung durch die Luftwaffe. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Henschel Hs 129 Typ: Erdkampfunterstützungsflugzeug. Geschichte: Eine Spezifikation des Reichsluftfahrtministerium (RLM) von 1937 mündete in die Hs 129, da die Erfahrungen der Legion Condor im spanischen Bürgerkrieg den Bedarf für ein spezielles Erdkampfunterstützungs-Flugzeug vor Augen geführt hatten. Diplom-Ingenieur Friedrich Nicolaus von der Firma Henschel erstellte seinen Entwurf auf der Grundlage der Verwendung von zwei 465-PS Argus As510A-1 Triebwerken und die Hs 129 V1 flog erstmals im Frühjahr 1939. 8 Vorserienflugzeuge A-0 wurden zur Einsatzerprobung im Jahr 1940 gebaut, aber die Berichte der Piloten waren hauptsächlich wegen der Untermotorisierung und schlechter Sicht aus dem Cockpit so nachteilig, dass die mit den Argus-Motoren ausgerüsteten Hs 129A nicht in Serie gingen. Trotzdem wurden diese Flugzeuge von der rumänischen Luftwaffe über der Ostfront eingesetzt. Nicolaus schlug einen alternativen Entwurf unter der Projektbezeichnung P.76 vor, aber dieser wurde vom RLM zurückgewiesen, welches stattdessen anordnete, erbeutete französische Gnome-Rhone-Sternmotoren zu verwenden. Diese M14-Motoren wurden zudem schon in großer Zahl in Frankreich für die Me 323 gebaut. Zusammen mit Änderungen am Cockpit und anderen Details im inneren des Flugzeuges, wurde diese Version zur Hs 129B. Nach zehn Vorserienflugzeuge Hs 129B-0 folgte im März 1942 die Serien-Hs 129B-1, welche von Verbänden der deutschen Luftwaffe auf der Krim ab der ersten Hälfte des Jahres 1942 eingesetzt wurden. Später erschien die Hs 129B in größeren Zahlen auch über Nordafrika und ebenso wie an der Ostfront wurde sie hauptsächlich zur Panzerbekämpfung eingesetzt. Verschiedene Untertypen der B-1 erschienen, welche verschiedene, alternative Bewaffnungen hatten. Die Standardbewaffnung der B-1/R1 bestand aus zwei 20-mm MG151-Maschinenkanonen und zwei 7,92-mm MG17 Maschinengewehren, mit der Vorrichtung für eine externe Zuladung von zwei 50-kg oder achtundvierzig 2-kg-Splitterbomben. Ohne Bomben und mit einer starren 30-mm-MK101-Maschinenkanone unter dem Rumpf lautete die Bezeichnung B-1/R2. Es war das erste Flugzeug überhaupt, welches eine 3-cm-Kanone zum Einsatz brachte. Bei der B-1/R3 wurde die größere Kanone unter dem Rumpf durch eine Bauchschale mit vier MG17 ersetzt. Die B-1/R4 und R5 kombinierten die Standard-Kanonenbewaffnung der B-1 mit einer größeren Bombenzuladung (R4) oder Aufklärungskamera (R5).   Die B-1/R2, welche besonders erfolgreich in der Panzerbekämpfung war, führte zur ausschließlich mit Kanonen bewaffneten Serie Hs 129B-2. Die B-2/R1 war identisch zur B-1/R1, hatte aber die 7,92-mm-MG17 durch 13-mm-MG131 ersetzt. Bei der B-2/R2 gab es eine zusätzliche 30-mm-MK103-Maschinenkanone. Die B-2/R3 dagegen verfügte über vier MG151 in der Nase und – wie bei dem Panzerknacker Ju 87G – eine 37-mm BK3.7-Kanone unter dem Rumpf. Die B-2/R4 und B-3 waren am spektakulärsten und führten jeweils die große 75-mm-BK-7,5-Kanone unter dem Rumpf, bei denen die Mündungsbremse nahezu 2,44 Meter vor der Nase herausragte. Diese Waffe wog 1.500 kg in ihrer ursprünglichen Form als Panzerabwehrkanone Pak 40 und verschoss ein 3,2-kg-Wolfram-Karbid-Geschoss mit 933 m/s. Selbst auf eine Entfernung von 1.000 Metern konnte es eine 133 mm dicke Panzerung bei flachem Einschlagwinkel durchschlagen. Abgeändert als PaK 40L hatte die Kanone eine viel größere Mündungsbremse um den Rückstoß und den elektro- pneumatischen Betrieb abzumildern, welcher durch das automatische Nachladen entstand. Eingebaut in der Hs 129B-3/Wa wurde die gigantische Kanone mit 26 Geschossen versorgt, welche mit einer Feuerkadenz von 40 Schuss in der Minute verschossen werden konnten. Dadurch konnten 3 oder 4 Granaten bei einem Anflug auf ein Ziel abgefeuert werden. Fast immer genügte ein gut platzierter Treffer, um jeden Panzer zu zerstören, selbst direkt auf die stärkere Frontalpanzerung. Das einzige Problem war, dass die PaK 40L eigentlich viel zu mächtig für dieses Flugzeug war. Ganz abgesehen von dem starken Rückstoß und dem Geschossknall, machte das schiere Gewicht der Kanone die Hs 129B-3/Wa kaum beherrschbar und im Notfall musste der Pilot die ganze Kanone mit ihrer Mechanik abtrennen und fallen lassen. Die letzte und gegen russische Panzer mit verheerendem Erfolg eingesetzte Waffe war eine Batterie von sechs rückstoßfreien Glattrohrkanonen, deren Schüsse automatisch beim Überfliegen von Metall ausgelöst wurden. Zu den anderen Bewaffnungen, welche getestet wurden, gehörten auch Raketenprojektile und sogar Flammenwerfer. Alle Versionen waren stark um den vorderen Rumpf gepanzert und das Cockpit hatte eine fast 8cm dick gepanzerte Windschutzscheibe, aber die Sicht des Piloten blieb immer noch schlecht und die französischen Motoren waren weit davon entfernt, problemlos zu sein. Im Rumpf mit dreieckigem Querschnitt waren die selbstdichtenden Treibstofftanks untergebracht. Die Produktion endete im September 1944, zusammen mit dem fast aller anderen deutschen Flugzeugtypen mit Ausnahme des ‘Jäger-Notfall-Sonderbauprogrammes’ und der neuen Düsenflugzeuge. Bis dahin waren 869 Flugzeuge ausgeliefert worden. Dazu gehörten drei Prototypen und 848 Hs 129B verschiedener Untervarianten. Mit der Hs 129B wurden auch drei Staffeln der 8. Schlachtgruppe der königlich-rumänischen Luftstreitkräfte ausgerüstet. Aufgrund von Verschleiß, Unfällen und Verlusten war die Hs 129 daher niemals in der Lage, in der notwendigen Zahl die ‘fliegende Panzerabwehr’ gegen die russischen Panzer zu stellen. Benutzer: deutsche Luftwaffe, Ungarn, Rumänien. Effektivität Im Juli 1943 wurde die deutsche Offensive beim Unternehmen Zitadelle, der Schlacht von Kursk, durch mehrere Typen scheinbar hocheffektiver Bodenangriffsflugzeuge unterstützt, von denen zwei spezielle Panzerknacker waren. Das erste Modell war die Henschel 129B-1/2. Sie wurde in bescheidener Stückzahl (nur 870 aller Typen) speziell für die Panzerabwehr- und Nahunterstützungs-Einsätze gebaut. Der zweite Typ war die Ju 87G-1 Panzerknacker, die mit zwei 37-mm-Kanonen bewaffnet war und ebenfalls speziell zur Vernichtung von Panzern entwickelt wurde. Diese Flugzeuge wurden zusammen mit den Fw 190 Jabo zunächst massenhaft in den Schlachtgeschwader-Einheiten zur Unterstützung von Operation Zitadelle eingesetzt. Diesen Flugzeugen wird zugeschrieben, dass sie ‘Verwüstungen unter den sowjetischen Panzer-Verbänden angerichteten’ und Hunderte von sowjetischen Panzern alleine während dieser Schlacht zerstört haben sollen. Am 8. Juli 1943 wird den Hs 129 zugeschrieben, dass sie 50 T-34 Modell 1943 des sowjetischen 2. Garde-Panzerkorps in weniger als einer Stunde zerstörten haben sollen. Es gibt zwar Beweise dafür, dass das 2. Garde-Panzerkorps am 8. Juli schwere Verluste erlitt, aber die gemeldeten 50 Panzer scheinen die Gesamtverluste aus allen Ursachen dieser Einheit zu übertreffen. Tatsächlich beliefen sich die Gesamtverluste der sowjetischen Panzer-Verbände beim Unternehmen Zitadelle auf mindestens 1.614 vollständig zerstörte Panzer. Von diesen entfiel der weitaus größte Teil auf deutsche Kampfpanzer und Sturmgeschütze. Weitere genauere Untersuchungen haben ergeben, dass deutsche mehr …

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