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Im Blickpunkt:
  • die deutsche Luftwaffe in Polen

    Einsatzstärken und Ausstattung an Flugzeugen der deutschen Luftflotten bei Kriegsbeginn und der Luftkrieg über Polen. Diese Kriegsgliederung der Luftwaffe gibt die Einsatzstärken und Ausstattung der Einsatzverbände am Tag nach dem deutschen Angriff auf Polen und einen Tag vor der Kriegserklärung durch England und Frankreich an Deutschland, wieder. Die Mehrzahl der Jagdeinsitzer, Sturzkampfbomber und Aufklärungsverbände in der Kriegsgliederung Luftwaffe waren der Luftflotte 1 und 4 für den Angriff auf Polen unterstellt. Allerdings waren Kampfflugzeuge mit größerer Reichweite von anderen Luftflotten auch in den Feldzug eingebunden. Die Lehrdivision operierte unabhängig von den Luftflotten, allerdings waren auch mehrere ihrer Verbände am Polenfeldzug beteiligt. Kriegsgliederung Luftwaffe vom 2. September 1939: Ausrüstung der Frontverbände der Luftwaffe am 1. September 1939: Staffel: Die Anzahl des Flugpersonals in einer Staffel hing natürlich vom Typ der Flugzeuge ab. Es waren 10 Piloten bei einsitzigen Jagdflugzeugen und konnten mehr als 40 Mann Flugpersonal bei mehrmotorigen Bombern sein. Die Anzahl des Bodenpersonals variierte zwischen 150 Mann bei einsitzigen Jagdflugzeugen und nur 80 Mann Mann bei mehrmotorigen Bombenflugzeugen. Der Grund für die im ersten Moment erstaunlich wirkende geringere Anzahl bei den Bombern ist, dass ein Großteil der Wartungseinrichtungen und administrativen Bürotätigkeiten von den örtlichen Luftgau übernommen wurde, in der die Einheit stationiert war. Eine Staffel hatte eine Stärke von 9 bis 12 Flugzeugen bei Kriegsbeginn, dies stieg aber ständig während des Krieges bis zu einer Maximalstärke von 16 an, wodurch natürlich auch die Anzahl des Flugpersonals und des Bodenpersonals vermehrt werden musste. Gruppe: Die Gruppe war normalerweise die grundsätzliche Einheit für operative Einsätze und Organisationsaufgaben. Ursprünglich bestand eine Gruppe aus drei Staffeln und dem Stab mit drei weiteren Flugzeugen, was somit eine Gesamtzahl von 30 Flugzeugen ergab. Ab der Mitte des Krieges hatten viele Jagdgruppen eine vierte Staffel und zusammen mit der maximalen Staffelstärke von 16 Jagdflugzeugen ergab dies eine Gruppenstärke von bis zu 67 Flugzeugen. Die Mannschaften eine Gruppe waren zwischen 35 und 150 Mann Flugpersonal sowie zwischen 300 und 515 Mann Bodenpersonal stark. Geschwader: Das Geschwader war die größte Flug-Formation in der Luftwaffe. Ursprünglich bestand es aus drei Gruppen mit 90 Flugzeugen und einem Stab mit vier, was insgesamt 94 Flugzeuge ergab. Luftkrieg über Polen 1939 Der Operationsplan der deutschen Luftwaffe für den Angriff auf Polen am 1. September 1939 sah die Umsetzung der ‘Douhet-Theorie’ vor. Durch ‘strategische’ Angriffe auf die polnischen Luftstreitkräfte sollten diese noch zu Beginn des Feldzuges auf dem Boden ausgeschaltet werden. Anschließend sollten die ‘taktischen’ Einsätze zur Unterstützung der Wehrmacht folgen. Tatsächlich wurden zwar in den ersten Tagen die Bodeneinrichtungen der polnischen Luftwaffe zerstört, zusammen mit Schulflugzeugen und nicht einsatzfähigen Maschinen, aber keine einzige polnische Frontmaschine, da diese zuvor auf provisorische Feldflugplätze verlegt und getarnt worden waren. Allerdings hat die deutsche Luftwaffe aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit und auch besseren Flugzeuge von Anfang an die eindeutige Überlegenheit in der Luft. Der erste Angriff von Ju 87 des Stuka-Geschwaders 1 fand schon 15 Minuten vor dem eigentlichen Angriffsbeginn statt. Die Staffel hatte einen Sonderauftrag und sollte die polnischen Zündposten an der strategisch wichtigen Eisenbahnbrücke über die Weichsel bei Dirschau in Richtung Ostpreußen ausschalten, sodass ein Panzerzug die Brücke unversehrt erobern könnte. Die drei Stukas starteten um 4:26 Uhr und flogen im Tiefflug zu ihrem Ziel und erledigten ihren Auftrag, jedoch konnten die Polen die Zündkabel noch vor dem Eintreffen des Panzerzug flicken und um 6:30 Uhr wurde die Brücke trotzdem gesprengt. Den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs erzielte Stuka-Pilot Frank Neubert über dem Flugplatz von Krakau, als er einen polnischen P.11-Jäger abschoss. Kurz danach, um 5:30 Uhr, gelang es dem Polen Gnys im selben Luftkampf das erste deutsche Flugzeug abzuschießen, einen Stuka der I. Gruppe des Geschwaders Immelmann. Die bis zum Sommer 1940 größte Luftschlacht des Krieges fand am selben Tag ab 7 Uhr für etwa 50 Minuten nördlich von Warschau statt, als über 80 deutsche Bomber vom Typ He 111 und Do 17, gesichert durch 20 Zerstörer Messerschmitt Bf 110, von 64 polnischen Jägern P-11 angegriffen wurden. Jedoch waren die polnischen Doppeldecker zu langsam, um sich deutschen Flugzeugen auf vielversprechende Schussweite zu nähern. Auf Druck ihrer westlichen Verbündeten verweigerten die Polen ihren Bombern die Einsatzerlaubnis, selbst noch nicht einmal gegen deutsche motorisierte Kolonnen. Auch die modernen Los-Bomber, einer der besten mittleren Bomber zu Beginn des Zweiten Weltkrieges, mussten auf dem Boden bleiben. Erst am zweiten Kriegstag griffen erstmals 6 leichte Karas-Bomber Einheiten des XVI. Panzer-Korps an. Die deutschen Luftangriffe in den ersten beiden Tagen richteten sich neben den Angriffen auf die Flugplätze aber auch gegen Verkehrsziele, sodass die polnische Mobilisierung in ein Chaos ausartete und die Kommandostruktur teilweise lahmgelegt wurde. Am dritten Kriegstag, dem 3. September 1939, begann die deutsche Luftwaffe mit der hauptsächlichen Unterstützung der Bodentruppen. Von nun an operierten die Luftwaffenverbände mit den Bodentruppen zusammen und griffen polnische Verteidigungsstellungen, Artilleriepositionen und Truppenkonzentrationen an. Zwischenzeitlich hatten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Zehn britische Blenheim-Bomber griffen am 4. September im hellsten Tageslicht die deutschen Kriegsschiffe vor Wilhelmshaven an. Davon wurden fünf abgeschossen und Feldwebel Troitsch von der II. Gruppe des JG 77 erzielt den ersten Luftsieg des Zweiten Weltkriegs im Westen. Nachdem am 4. September 1939 die polnische Verteidigung langsam zusammengebrochen war, erhielten auch die modernen Los-Bomber Starterlaubnis. Insgesamt 27 der mittleren Bomber griffen das XVI. Panzer-Korps bei Radomsko an. Aber die polnischen Fliegerverbände mussten nun auf andere Feldflugplätze zurückverlegen, wo kein Fliegerschutz bestand. Dadurch konnte die deutsche Luftwaffe erstmals 2 Los-Bomber und 3 P-11-Jäger auf dem Boden zerstören. Auch ging den polnischen Fliegern so langsam die MG-Munition aus. Am 5. September flogen die polnischen Bomber ihren letzten Angriff auf die Spitzen des XVI. Panzer-Korps, dass nun nahezu ungehindert auf Warschau vorstoßen konnte. Am nächsten Tag erfolgte nochmals ein Angriff von 6 Los-Bombern auf deutsche Panzertruppen bei Makow Mazowiecki, wobei die Hälfte von deutschen Jägern abgeschossen wurde. Die polnische Armeeführung wich nach Brest-Litowsk aus, wo sich auch die verbliebenen polnischen Fliegertruppen versammelten, welche bisher etwa 60 Prozent ihrer Flugzeuge eingebüßt hatten. Dies war auch auf den Beschuss durch eigene Flak und dem Versagen, auch nur ein einziges Mal Luftschutz für die mehr …

  • Männer vom Belgrader 'Eisernen Regiment' auf dem Marsch

    Jugoslawische Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg. Stärke, Organisation, Ausrüstung und Uniformen der Armee, Luftwaffe und Marine von Jugoslawien im Jahr 1941. Der nominelle Oberbefehlshaber der jugoslawischen Streitkräfte war der König. Ende März 1941 putschte eine Gruppe von Offizieren gegen den Regenten Prinz Paul und erklärten Kronprinz Peter zum König von Jugoslawien, obwohl dieser eigentlich noch zu jung dafür war. Jugoslawische Armee Dieser Putsch wurde im Ausland als spontane, patriotische ablehnende Reaktion auf das unpopuläre Bündnis mit Deutschland angesehen. Der Putsch war allerdings schon seit längerem und vor Aufnahme der Bündnisverhandlungen mit den Achsenmächten geplant worden. Hitler entschied sofort, nun auch Jugoslawien zu erobern. Als die Wehrmacht am 6. April 1941 um 5:15 Uhr von Stützpunkten in Bulgarien aus angriff, war die jugoslawische Armee, einschließlich 400.000 gerade eingezogener Wehrpflichtiger, über die knapp 3.000 Kilometer lange Grenze verteilt. Die Front brach bald zusammen und am 9. April wurden weitere, starke deutsche Offensiven aus Österreich, Ungarn und Rumänien eröffnet. Zwei Tage später griffen auch die Italiener und Ungarn in den Kampf ein. Am 13. April hörte jeder organisierte Widerstand auf und am 17. April 1941 kapitulierte Jugoslawien. 6.028 Offiziere und 337.684 Mannschaften wurden von den Deutschen gefangengenommen. Organisation des jugoslawischen Heeres Jugoslawien hatte ein stehendes Heer und die männliche Bevölkerung ab dem Alter von 20 Jahren war wehrpflichtig. Die ersten 18 Monate wurden in der aktiven Armee verbracht, gefolgt von 19 Jahren in der Reserve und zum Abschluss weitere 10 Jahre als Reservist der Reserve-Armee. Die Friedensstärke der Armee stand bei 148.000 Mann und nach der Mobilisation erreichte sie etwa 1,4 Millionen Mann. Das Heer war verteilt über 5 Armee-Korps mit Hauptquartieren in Neusatz, Sarajevo, Uskup, Agram und Nis. Dvisions-Typen der jugoslawischen Armee: Zusätzlich gab es zwei Panzerbataillone, eins mit französischen Renault- und eins mit tschechischen Skoda-Panzern. Eine Armee-Korps bestand aus dem Hauptquartier und drei oder vier Infanterie-Divisionen. Die Infanterie-Division verfügte ebenfalls über ein Hauptquartier, zwischen zwei und vier Infanterie-Regimentern, ein oder zwei Artillerie-Regimenter oder ein unabhängiges Artillerie-Bataillon sowie Hilfstruppen. Zwei der Infanterie-Divisionen waren geringfügig anders organisiert und wurden als Gebirgs-Divisionen bezeichnet. Die Infanterie-Regimenter waren jeweils 2.400 Mann stark und ihr Unterstützungswaffen bestanden aus 168 Maschinengewehren und vier Infanterie-Geschütze. Die Garde-Division hatte ein Hauptquartier und eine Kavallerie-Brigade sowie ein Feldartillerie-Regiment. Die Kavallerie-Division bestand aus einem Hauptquartier, zwei Kavallerie-Brigaden, einem Fahrrad-Bataillon, ein Bataillon bespannter Artillerie und einer Pionier-Einheit. Die Invasion von Jugoslawien zwang Hitler, den Angriff auf Russland um einen – womöglich entscheidenden Monat – zu verschieben. Die Wehrmacht war so in Eile, ihre Verbände wieder an die russische Grenze zu verlegen, dass die Gefangennahme, Entwaffnung und Demobilisierung der jugoslawischen Armee nur unzureichend durchgeführt wurde. Tausende von jugoslawischen Soldaten, nach Schätzung vielleicht bis zu 300.000 Mann, behielten ihre Waffen und Ausrüstung und gingen entweder nach Hause oder traten den Soldaten-Banden in den Bergen bei. Es waren diese Männer und Offiziere, die als ‘Jugoslawische Armee in der Heimat’ als die Ersten in dem von den Deutschen besetzen Europa Widerstand leisteten und den Keim für einen jahrelangen, erbarmungslosen Partisanen-Krieg auf dem Balkan legten, welcher immer mehr Truppen der Achsenmächte band. Uniformen Im Jahr 1941 waren die Uniformen der Königlich-Jugoslawischen Armee im Grunde die gleichen wie der serbischen Armee im Ersten Weltkrieg. Wenn auch neuer Uniformen Schritt für Schritt eingeführt wurden, trugen viele Soldaten noch die alten Muster. Die Farbe der Uniform war ein braunes Grau, während die Offiziere Uniformen besserer Qualität in einem eher grünen, leichteren Grau erhielten. Der Mantel für Offiziere hatte zwei Reihen aus jeweils sechs Knöpfen, einen passenden Kragen und rückseitige Manschetten. Alle anderen Ränge erhielten den französischen Adrian-Stahlhelm mit einem Metallabzeichen vorne, in welchen das Wappen der jugoslawischen Streitkräfte eingestanzt war. Dazu eine Seitenkappe mit einer Kokarde in den Nationalfarben vorne, eine Feldbluse (Tunika), Übermantel und Pantaleons getragen mit Gamaschen und Stiefeletten. Es gab eine mehr komfortable und praktischere Uniform für die Gebirgstruppen, welche eine lose geschnittene Tunika und eine lange Sackhose, die an den Knöcheln zusammengeschnürt war, beinhaltete. Die Besatzung von Panzerfahrzeugen hatten den französischen Helm für motorisierte Truppen (siehe Bild weiter oben) und eine zweireihige, braune Lederjacke. Alle Ränge trugen ihre Rangabzeichen auf den Schulterstücken. Die Schulterstücke der Offiziere waren von denen der russischen Zaren-Armee abgeleitet, wenn auch die Sterne die gleichen waren, welche auch bei den deutschen Schulterstücken verwendet wurden. Ein weiteres ungewöhnliches Detail waren die in Gold oder Silber imitierten Litzen, welche aus Metall gestanzt waren. Es gab auch ein besonderes System von Rangabzeichen, welches auf Regenmänteln und anderen Arten von Schutzkleidung getragen wurde. Die Farbe der Waffengattung befand sich auf Kordeln an der Kopfbekleidung, der Bluse, Übermantel und Hosen, sowie auf den Schulterstücken und den Kragenstücken der Übermantel. Regimentsabzeichen oder akademische Abzeichen befanden sich auf den Brusttaschen der Bluse. Luftwaffe von Jugoslawien Die Heeres-Luftwaffe, welche auch Ballon-Einheiten und die Flak-Artillerie umfasste, unterstand dem Kriegsminister. Im Jahr 1938 bestand die jugoslawische Heeres-Luftwaffe aus drei Fliegerbrigaden mit insgesamt 14 Bomber-, 8 Jäger- und 21 Aufklärungsstaffeln. Die Gesamtzahl der Flugzeuge wird auf etwa 500 geschätzt, mit weiteren 300 Reserve- und Trainingsflugzeugen. In diesen Zahlen enthalten sind Bomber: 30 italienische Savoia-Marchetti-Bomber, 70 deutsche Dornier Do 17 K-Bomber und 50 englische Bristol Bristol Blenheim Bomber. 73 Jagdflugzuge waren deutsche Bf 109E (obwohl nur 46 einsatzbereit waren, als der Krieg ausbrach) und 40 englische Hawker Hurricane. Gegenüber der Macht der deutschen Luftwaffe hatte die jugoslawische Heeres-Luftwaffe kaum eine Chance und bereits am 13. April 1941 hat sie praktisch aufgehört zu existieren. Rund 25 Maschinen konnten jedoch nach Ägypten evakuiert werden, wo sie im Rahmen der englischen RAF ihren Dienst taten. Die Stärke des fliegenden Personals belief sich auf 980 Offiziere, 1600 Unteroffiziere, 720 Mann Flak-Personal und 7.500 Mannschaften. Uniformen Luftwaffe Die grau-blauen Uniformen der königlich-jugoslawischen Luftwaffe wurden 1938 eingeführt und bestanden aus einer Schirmmütze, Seitenkappe, offener Bluse mit aufgesetzten Taschen, welche entweder zusammen mit passenden langen Hosen und schwarzen Schuhen oder passenden Kniehosen und schwarzen, hohen Stiefeln getragen wurde. In den Sommermonaten konnten Offiziere und höhere Unteroffiziers-Ränge eine Mütze mit weißem Überzug und eine weiße Version der Dienstuniform tragen. Die anderen Ränge der jugoslawischen Luftwaffe trugen die gleiche Version der Uniform für Offiziere, mehr …

  • Typ100/40

    Japanische Maschinenpistole Typ 100. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. Typ: Japanische Maschinenpistole. Geschichte: Ähnlich wie in Großbritannien wurde in Japan die Entwicklung einer Maschinenpistole verschlafen. Erst 1935 wurde ein experimentelles Modell hergestellt und getestet. Aber es scheint so, als hat es wenig Begeisterung für diese Waffe gegeben, was unter den Umständen, dass Japan heftig in einen Krieg in China verwickelt war und einen Feldzug in Ostasien und dem Pazifik erwog, eigentlich sehr verwunderlich ist. Eigentlich wäre die Maschinenpistole die ideale Waffe für den japanischen Soldaten gewesen und der Gedanke das die japanische Armee mit einer billigen und einfachen MP – ähnlich der russischen PPSh – ausgerüstet worden wäre, dürfte für die Amerikaner ziemlich erschreckend gewesen sein. Der Krieg im Fernen Osten wäre eine wesentlich blutigere Angelegenheit geworden und die ein oder andere knapp entschiedene Schlacht hätte auch in die entgegengesetzte Richtung verlaufen können. Die Maschinenpistole Typ 100 Modell 1940 wurde 1941/42 in begrenzter Zahl an die Truppe ausgegeben. Im Grunde war dies nur eine modifizierte Schweizer Solothurn S1-100 Maschinenpistole, welche auch von der Wehrmacht und anderen Achsen-Armeen während des 2. Weltkrieg verwendet wurde. Die Maschinenpistole 100 war mäßig gut gemacht, hatte aber einige ziemlich seltsame Merkmale. Eines davon war die Verwendung einer komplexen Vorrichtung zur Munitionszufuhr, die sicherstellte, dass eine Patrone zuvor vollständig in der Kammer lag, bevor der Schlagbolzen funktionierte. Der genaue Zweck dieser Eigenschaft ist nicht klar, es kann aber eigentlich nur als eine Sicherheitsvorrichtung für den Schützen gedacht gewesen sein. Die Patrone, welche von allen Varianten der Maschinenpistole Typ 100 verwendet wurde, war die etwas kraftlose japanische 8-mm-Pistolenpatrone. Dies war eine eher schwache und ineffektive Wahl, was nicht gerade dadurch begünstigt wurde, dass es sich um eine flaschenförmiges Geschoss handelte, was die Munitionszufuhr komplizierter machte. Der Lauf der Maschinenpistole Typ 100 wurde verchromt um die Reinigung zu erleichtern und den Verschleiß zu reduzieren. Um den Entwurf um noch weitere Feinheiten zu ergänzen, hatte die Waffe ein komplexes Visier und ein gekrümmtes Magazin. Weitere Kuriositäten waren die Verwendung einer komplizierten Mündungsbremse an einigen Modellen und die Verwendung einer großen Bajonettbefestigung unter dem Lauf. Einige Versionen hatten sogar auch ein Zweibein, wie für leichte Maschinengewehre. Das Modell 40 erschien in zwei Mustern: eines für die Infanterie mit einem festen Schaft und eines für die Luftlandetruppe mit einem klappbaren Schaft. An beiden war eine Halterung für ein Bajonett unter dem Lauf montiert und der Lauf war innen verchromt. Einige der Waffen für die Infanterie wurden manchmal mit einem kleinen Zweibein ausgestattet. Mechanisch waren sie wenig bemerkenswert, sie waren einfache Rückstoß-Waffen, welche nach allgemein bekannten Prinzipien arbeiteten. Der einzige nachweisbare, größere Kampfeinsatz dieser Waffen erfolgte 1942 während des Angriffs japanischer Fallschirmjäger auf die niederländischen Ölfelder auf Java, wo vermeldet wurde, dass sie äußerst wirksam waren. Es gibt weder Aufzeichnungen zu ihrer Verwendung gegen US-Streitkräfte im Pazifik noch gegen die britischen Truppen in Burma. Es wird daher vermutet, dass weniger als 10.000 von beiden Modellen produziert wurden. Obwohl der Typ 100/40 bei weitem nicht perfekt war, war seine Leistung gut genug um das Interesse an dieser Waffe zu wecken. Es begann die Entwicklung einer verbesserten Version, dem Modell 1944, als die Rufe von der Front nach seiner solchen Waffe immer lauter wurden. Aber die Arbeiten begannen zu spät und waren zu langsam, um größere Bestände der Waffe herzustellen. Um die Herstellung der Waffe zu beschleunigen, wurde dafür der ursprüngliche Typ 100 stark vereinfacht, mit dem Ergebnis, dass die Konstruktion leicht verlängert wurde. Der Holzschaft war oft ziemlich unbearbeitet und die Schussfrequenz wurde von den früheren 450 Schuss pro Minute auf 800 erhöht. Das Visier wurden auf wenig mehr als ein Zielkorn reduziert und die große Befestigung für ein Bajonett an der Mündung wurde durch eine einfachere Halterung ersetzt. An der Mündung ragte der Lauf mehr aus der perforierten Ummantelung heraus und hatte eine einfache Mündungsbremse bestehend aus zwei Öffnungen, die in den Lauf gebohrt waren. Schweißen, oft grob, wurde wo immer möglich eingesetzt. Das Ergebnis war eine viel gröbere Waffe im Vergleich zur früheren Version – aber eine, die solide genug für ihren Zweck war. Das Hauptproblem für die Japaner im Jahr 1944 lag nicht so sehr in der Tatsache, dass die Maschinenpistole Type 100 nicht gut genug war, sondern dass es ihnen an der industriellen Kapazität für die Massenproduktion fehlte. Folglich mussten die japanischen Truppen ihren letzten, verzweifelten Abwehrkämpfe hauptsächlich immer noch mit dem Ariska-Gewehr austragen und waren daher ständig im Nachteil gegenüber den besser bewaffneten alliierten Soldaten. Variante: Typ 100/44: Mechanisch glich es dem Typ 100/40, hatte aber eine schwächere Schließfeder, welche die Feuerrate auf 800 Schuss in der Minute steigerte. Die Bajonett-Halterung wurde entfernt und das Bajonett konnte nun auf die Mündung aufgesetzt werden. Die Mündung wurde zu einem Kompensator durch das Anbohren zweier seitlicher Löcher gebildet. Es gab noch einige andere, kleinere Veränderungen, um die Waffe leichter herstellen zu können. Es wird berichtet, dass rund 7.000 Stück im letzten Kriegsjahr produziert wurden, aber es scheinen keine in die Hände der Fronttruppen gelangt zu sein. Benutzer: Japan (für alle Varianten). Animation 3D-Modell Japanische MP Typ 100 Spezifikationen Typ 100 Spezifikationen: Einsatzstatistik: Leichte Maschinengewehre Taisho 11 und Typ 96 Ursprünglich war die japanische Armee recht schnell im Erkennen des Potenzials des Maschinengewehrs und erwarb schon 1902 die Rechte zur Lizenzproduktion des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs M1897 und führte dies bei der Truppe ein. Es wurde mit beträchtlichem Erfolg im Russisch-Japanischen Krieg eingesetzt und als Folge davon wurde der Hotchkiss-Entwurf zur Grundlage weiterer Entwürfe. Die japanischen schweren Maschinengewehre, welche zwischen 1941 und 1945 verwendet wurden, waren daher beide Ableitungen des französischen Hotchkiss-Maschinengewehrs mit nur wenigen, lokalisierten Veränderungen. Bei den leichten Maschinengewehren entwickelten die Japaner jedoch ihrer eigenen Modelle, wobei das erste noch auf der Grundlage der gleichen Funktionsweise wie bei den Hotchkiss entstand, jedoch mit den üblichen lokalen Variationen. Das erste davon war das 6,5-mm leichte Maschinengewehr Taisho 11 (Typ 11), welches 1922 eingeführt wurde und bis 1945 im Dienst blieb. Der Name Taisho 11 leitet sich vom elften Jahr der Taisho-Ära ab. Seine Ursprünge aus dem Hotchkiss-Maschinengewehr sind mehr …

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