brennenden Schlachtschiffe West Virginia und Tennessee



brennenden Schlachtschiffe West Virginia und Tennessee

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Im Blickpunkt:
  • Char 2C

    Französischer schwerer Kampfpanzer Char 2C und andere Panzer bis zur Wiederaufrüstung 1935. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Bilder und Modell des überschweren Panzers vom Ende des Ersten Weltkrieges. Char de Rupture 2C Typ: Schwerer Kampfpanzer. Geschichte Ein großes Problem mit den ersten beiden französischen Kampfpanzern Saint-Chamond und Schneider-Panzer im 1. Weltkrieg war, daß beide Typen breite deutsche Gräben an der Front nicht überwinden konnten. Deshalb begann die Forges et Chanitier de la Mediterranee – kurz FCM – in La Seyne bei Toulon im Jahr 1916 mit der Entwicklung eines verbesserten ‘Durchbruchspanzers’. Die ersten beiden Prototypen wurden im Dezember 1917 fertiggestellt. Von diesen hatte einer ein elektrisches Getriebe, während der andere ein mechanisches eingebaut bekam. Bezeichnet als Char FCM 1A und 1B, hatte beide eine Besatzung aus sieben Mann und der erst genannte wog schon die stattliche Summe von 41 Tonnen. Beide wurden von Renault-12-Zylinder-Benzinmotoren angetrieben, wodurch sie eine maximale Geschwindigkeit von knapp 6,4 km/h erreichten. Der Char FCM 1A war mit einer 75-mm-Kanone im Turm und mehreren Maschinengewehren bewaffnet. Dagegen verfügte der FCM 1B statt einer 75-mm sogar über eine 105-mm-Kanone. Aus dem FCM 1B wurde ein dritter Typ entwickelt, der Char 1C. Dieser wog sogar über 70 Tonnen, hatte eine Besatzung von 10 Mann und war mit einer 75-mm-Kanone und vier Maschinengewehren bewaffnet. Dieser Panzer verfügte ebenfalls über ein elektrisches Getriebe. Als wäre das nicht genug, gab es noch Versuche mit einem 141-Tonnen-Monster mit einer Besatzung von 28 Mann und nicht weniger als vier 75-mm-Kanonen. Größe, Gewicht und Feuerkraft schienen die Formel zu sein, um das dichte Stellungssystem der Westfront zu durchbrechen. Entwicklung Diese schweren Durchbruchspanzer wurden alle nicht übernommen, aber aus dem FCM 1A wurde der Char 2C entwickelt, von welchem 10 Stück im Jahr 1918 gebaut wurden. Dabei wurden Motoren von deutschen Zeppelinen für das elektrische Getriebe eingebaut, zuerst der 180/200-PS-Mercedes-Motor und dann 250-PS-Maybach-Motoren. Allerdings wurden diese schweren Panzer erst nach dem Waffenstillstand in Dienst gestellt und kamen somit während des Ersten Weltkrieges nicht mehr zum Einsatz. Eigentlich sollten 300 dieser Giganten für die Durchbruchsschlachten des Jahres 1919 nach einer Bestellung vom Februar 1918 fertiggestellt werden, aber die Aufträge wurden mit Kriegsende storniert. Der Char 2C war eine beeindruckende Waffe für seine Zeit. Es war der erste Panzer, welcher mit einer 75-mm-Kanonen in einem drehbaren Turm bewaffnet war, welche gewöhnliche Artilleriegranaten verschoss. Dazu kamen noch vier Maschinengewehre, von denen eines in der Wanne nach vorne, eines zu jeder Seite und ein weiteres in einem kleinen Turm auf dem Heck montiert waren. Dies alles zu einem Zeitpunkt, wo der neuste britisch-amerikanische Tank Mark VIII ‘International’ lediglich zwei 6-Pfünder-Kanonen mit beschränktem Richtbereich in seinen Erker-Ausbuchtungen trug. Die über die vollständige Länge des Panzers von 10,27 Metern angebrachten Kettenlaufwerke ermöglichten diesem eine eindrucksvolle Grabenüberschreitfähigkeit von 4,25 Metern. Dazu kam noch eine Panzerung von bis zu 45 mm, mehr als doppelt soviel wie jeder andere Panzer zu dieser Zeit. All das zusammen ergab nun ein Gewicht von 68 Tonnen, was natürlich einen schnellen Transport in das Einsatzgebiet erschwerte. Trotzdem erreichte der Char 2C noch 12 km/h, was zumindest genauso gut war – wenn nicht sogar besser – als bei den meisten anderen schweren Panzern seiner Zeit. Dies war eine akzeptable Marschgeschwindigkeit für den Grabenkrieg, für welchen dieser Panzer ursprünglich entworfen war. Im Einsatz Die 10 gebauten Char 2C wurden 1921 beim 51. schweren Panzer-Bataillon in Dienst gestellt und bis 1927 wurden verschiedene Detailverbesserungen an den Panzern vorgenommen. Viele davon betrafen die Kettenaufhängung, die intern Kommunikation zwischen den nunmehr 13 Besatzungsmitgliedern und der Einbau von Funkgeräten. Ein Char 2C wurde 1926 zurück zur FCM-Fabrik geschickt, um eine kurze 155-mm-Haubitze, zusätzliche Panzerung und Sautter-Harle-Motoren anstatt der zwei Maybach-Motoren zu erhalten. Dieser einzige Panzer wurde als Char 2C bis bezeichnet und war der Grund für einige Gerüchte über eine neue Generation französischer überschwerer Panzer. Die 10 vorhandenen Char 2C wurden jedoch in den 1930er Jahren modernisiert und befanden sich bei Beginn des 2. Weltkrieges beim 51. schweren Panzer-Bataillon zur Unterstützung der Maginot-Linie im Einsatz. Zu einem Kampfeinsatz kamen sie jedoch nicht mehr, da sie beim Abtransport in Richtung der Kampfzone auf ihren Eisenbahn-Sonderwaggons von deutschen Flugzeugen zerstört wurden. Benutzer: Frankreich. Spezifikationen Char de Rupture 2C Spezifikationen: Französische Panzer vom Weltkrieg bis zur Wiederaufrüstung 1935 Nach dem Ende des Krieges im Jahr 1918 war der einzige im Dienst befindliche brauchbare französische Panzer der Renault FT-17, abgesehen von noch einigen wenigen britischen Tank Mark V. Der Bau der neuen schweren Char 2C hatte zwar begonnen, um die Panzer für die geplanten Durchbruchsschlachten für 1919 zur Verfügung zu haben, aber das Ende der Feindseligkeiten beendete die Produktion irgendwelcher weiterer Panzer. General J.-E. Estienne, Kommandant und ‘Vater’ der Panzerverbände der Kriegszeit (Artillerie d’Assault) drängte zwar weiterhin auf die Entwicklung von Panzern, welche in großer Masse als entscheidende Waffe auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden konnten, aber seine Stimme war in Friedenszeiten die eines einsamen Wolfs. Wenn er auch für die technische Panzer-Entwicklung verantwortlich war, war dies jedoch nicht ein Posten, von dem er aus viel Einfluss hatte. Trotzdem wurden zweifellos unter dem Einfluss von General Estienne vom französischen Armee-Hauptquartier im Juli 1920 eine Anweisung herausgegeben, welche die Entwicklung einer breiten Palette von Panzern forderte. Diese reichte von leichten, mit Maschinengewehren bewaffneten Panzern für die Infanterieunterstützung bis zu größeren Fahrzeugen, welche Haubitzen zur Feuerunterstützung mit einer Reichweite von bis zu 4.000 Metern tragen sollten. Dazu sollten noch ‘Durchbruchspanzer’ kommen, welche auch feindliche Panzer bekämpfen können. Zusätzlich waren auch noch verschiedene Spezial-Panzer vorgesehen, darunter zur Funkübertragung, Überwindung von Hindernissen, Nachschub und ausgerüstet mit Suchscheinwerfern. Zusammen genommen wahr es ein schöpferisches Programm, was den Panzer als die hauptsächliche Offensiv-Waffe ansah. Wenn diesem in dem ursprünglich vorgesehenen Geist gefolgt worden wäre, hätte dies zu einer Verringerung der Infanterieverbände und zu mehr Aufmerksamkeit für eine Luftunterstützung für die mechanisierte Kriegführung geführt. Jedoch standen diese Gedanken im Gegensatz zu den grundlegenden Prinzipien der französischen Militär-Philosophie dieser Zeit und wurde schnell im Januar 1921 durch überarbeitete Anweisungen einer speziell gebildeten Kommission unter dem General Buat, dem Generalstabschef des Armee-Hauptquartiers, abgelöst. Von nun an war der Panzer mehr …

  • BAR M1918A2

    Browning Automatic Rifle, amerikanisches leichtes Maschinengewehr oder Sturmgewehr. Geschichte, Entwicklung, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell vom BAR. Browning Automatic Rifle (BAR) Typ: schweres automatisches Gewehr oder leichtes Maschinengewehr. Browning M1918 BAR im 1. Weltkrieg Kurz vor dem Kriegseintritt der USA in den 1. Weltkrieg führte Browning im Februar 1917 zwei automatische Waffenentwürfe dem Kongress in Washington vor. Eines davon war das schwere Maschinengewehr Browning M1917, während die andere Waffe eigentlich ein Zwitter ist. Dieses Browning Automatic Rifle M1918 oder kurz BAR passte in keine Kategorie. Die Waffe hatte die Größe eines gewöhnlichen Repetiergewehr, aber mit dem zweifachen Gewicht und ermöglichte Dauerfeuer durch einen Gasdruckmechanismus, welcher den verriegelten Verschluss bewegte. In vielen anderen Streitkräften diente die Waffe später als leichtes Maschinengewehr, aber in der US-Armee galt sie anfangs ausschließlich als automatisches Gewehr und wurde oft in ähnlicher Weise wie die späteren Sturmgewehre verwendet. Es war eine immer noch verhältnismäßig leichte und bewegliche Waffe, welche Einzel- oder Dauerfeuer abgeben konnte und von einem Mann eingesetzt wurde. Anfang 1918 wurde das BAR in mehreren Fabriken hergestellt, aber da die Firma Colt zu diesem Zeitpunkt die Browning-Patente hielt, stellte diese erst einmal die technischen Zeichnungen und Modelle für die anderen Hersteller fertig. So dauerte es bis zum September 1918, bis das BAR endlich in den Einsatz kommen konnte. Dann jedoch machte die Waffe einen derartig großartigen Eindruck auf die amerikanischen Soldaten, dass das BAR noch im Korea-Krieg eingesetzt wurde und bis 1957 von der US-Army verwendet wurde. Wieso die amerikanischen Soldaten so sehr vom BAR fasziniert waren, ist eigentlich schwer zu erklären. Die ersten BAR, welche im 1. Weltkrieg verwendet wurden, konnten nur aus den Händen abgefeuert werden, da sie noch nicht einmal das Zweibein eines leichten Maschinengewehrs hatten. Dazu fasste das Kastenmagazin nur 20 Schuss Munition, sodass beim automatischen Feuern die Länge des möglichen Feuerstoßes stark begrenzt war und für die meisten Infanteriegefechte viel zu kurz war. Auch konnte ein heißer Lauf nicht schnell und einfach ausgewechselt werden. Als ein leichtes Maschinengewehr war das BAR eigentlich zu leicht, während es als automatisches Gewehr zu groß und zu schwer war. Aber während des 1. Weltkrieges waren die amerikanischen Soldaten froh, das BAR erhalten zu haben und nicht mehr mit dem schrecklichen Chauchat-Maschinengewehr kämpfen zu müssen. Abgesehen vom Springfield-Gewehr war das BAR so ziemlich die einzige wirkliche amerikanische Waffe, welche sie erhalten hatten und zweifellos wollten sie die Qualität ihrer nationalen Schusswaffen hervorheben. Das BAR war tatsächlich eine eindrucksvoll aussehende Waffe, war exzellent verarbeitet und hatte einen hervorragenden hölzernen Schaft. Dazu konnte die Waffe schwere Schläge und eine harte Behandlung gut überstehen. Zur Pflege und für Reparaturen konnte das BAR schnell und einfach in seine 70 Einzelteile zerlegt werden und auch genauso einfach wieder zusammengebaut werden. Für den Gefechtseinsatz ließ die US-Army einige Kampfübungen für das BAR durchführen. Eine Drill hielt nicht lange an, bei dem angreifende Soldaten bei jedem linken Fußschritt vorwärts einen Schuss abgeben sollten. Tatsächlich entstanden praktische Drills erst nach dem die wenigen Kriegsmonate mit amerikanischer Beteiligung nach dem Waffenstillstand vom November 1918 analysiert worden waren. So wurde nun ein Zweibein und Schulterriemen zum Tragen an das BAR montiert und es wurde 1937 zum BAR M1918A1. Anstatt also als eine Art Sturmwaffe, wie es im Grabenkrieg des 1. Weltkrieges verwendet wurde, unterstützte das BAR fortan eher die Infanterie-Gruppe durch Deckungsfeuer während des Gefechtes. Insgesamt wurden etwa 85.000 Exemplare des Modells 1918 ausgeliefert und die Originalbestände des M1918 wurden im Jahr 1940 nach Großbritannien zur Ausrüstung der Home Guard und für andere zweitrangige Aufgaben geschickt. Browning M1918A2 BAR im 2. Weltkrieg Nach Ausbruch des 2. Weltkrieges wurde das leichte Browning-Maschinengewehr 1940 zum BAR M1918A2 abgeändert und in dieser Ausführung wurden von der US-Army in große Mengen bestellt. Bei diesem Modell wurde das Zweibein überarbeitet und die Stabilität beim Feuern verbessert. Neben dem M1918A1 war das neue M1918A2 die hauptsächlichen leichten Unterstützungswaffen für einen Infanterie-Zug der US-Army und der US-Marines im 2. Weltkrieg. Allerdings wurde die Waffe auch noch von Fall zu Fall als eine Art ‘Sturmgewehr’ in den Händen haltend abgefeuert. Die neue Waffe wurde von der New England Arms Company und der International Business Machines in einer Stückzahl von 208.380 hergestellt. Damit wurde das BAR M1918A2 zum häufigsten leichten Maschinengewehr in den US-Streitkräften und blieb in dieser Form bis Anfang der 1960er Jahre im Einsatz. Trotzdem bestand weiterhin der Mangel des zu kleinen Magazins mit nur 20 Schuss bei der Verwendung als leichtes Maschinengewehr. Es galt für Militär-Theoretiker immer noch als Zwitter, während es bei der Truppe im Feld im allgemeinen beliebt war. Während des 2. Weltkrieges wurde das M1918A2 von auch von vielen alliierten Streitkräften verwendet, darunter vor allem bei der National-chinesischen Armee. In Ländern der Dritten Welt wird es noch heute benutzt und für Polizei-Aufgaben ist eine modernisierte Version unter dem Namen ‘Monitor’ erhältlich. Browning M1918 BAR in Belgien und Polen Der Erfinder des Browning-Maschingewehr, John M. Browning, arbeitete noch Jahre nach dem 1. Weltkrieg für die belgische Fabrique Nationale d’Armes de Guerre in Herstal, wo er 1928 auch verstarb. Seit 1920 wurde sein BAR hier unter Lizenz hergestellt und geringe Mengen auch an die Streitkräfte von Schweden, einigen baltischen Staaten sowie in Mittel- und Südamerika, darunter auch Honduras, geliefert. Davon landeten viele schließlich bei der national-chinesischen Armee. Die belgischen Streitkräfte führten die leicht verbesserte und präzise verarbeitete Original-Waffe im Kaliber 7,65 mm als Modell 1930 ein und verwendete diese 1940. Die FN-Waffenfabrik baute während der deutschen Besetzung das Maschinengewehr für die Wehrmacht weiter. Die polnische Armee führte das BAR modifiziert im Kaliber 7,92 mm als Modell 1926 ein und die belgische Firma lieferte bis 1930 etwa 10.000 Stück. Anschließend begann die Waffenfabrik in Warschau ihr eigenes Modell 1928 zu bauen, welches auf einer belgischen Lizenz beruhte. Dieses leichte Maschinengewehr wurde bis 1939 perfektioniert und etwa 11.000 Stück standen den polnischen Streitkräften bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zur Verfügung. Vor dem Krieg wurden von den Polen 1.880 Stück exportiert und in Polen erbeutete Exemplare wurden sowohl von der Roten Armee als auch den Deutschen während des 2. Weltkrieges verwendet. mehr …

  • 3d-Modell Mosquito-Bomber

    De Havilland Mosquito schneller Tag- und Nachtbomber sowie Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger. Geschichte, Entwicklung, Einsatz, Spezifikationen, Statistiken, Bilder und 3d-Modell. de Havilland DH98 Mosquito Typ: schneller Tagbomber und Nachtbomber, Aufklärer, Jagdbomber, Schiffsbekämpfungs-Flugzeug und Nachtjäger der englischen RAF. Mosquito-Bomber Im Oktober 1938 begann das Entwicklerteam unter Geoffrey de Havilland, zusammen mit R.E. Bischof und C.C. Walker, mit der Arbeit an einem leichten Bomber, welcher vollständig aus Holz konstruiert werden sollte, um den Bedarf an strategisch wichtige Materialien so gering wie möglich zu halten, was im Kriegsfall wichtig werden würde. Das britische Luftfahrtministerium war nicht interessiert und schlug vor, die de Havilland-Werke sollten Flügel für existierende schwere Bomber herstellen. Deshalb wurde der erste Prototyp geheim in Salisbury Hall von einem Team aus nur 12 Mann im Januar 1940 gebaut. Nur widerwillig erlaubte das Luftfahrtministerium dann die Fortführung der Arbeiten, da man sich ein unbewaffnetes Flugzeug nur als Aufklärer vorstellen konnte. Das Team, welches an dem Prototyp arbeitete, stieg daher im Sommer 1940 auf 30 Mann an. Nach einem Auftrag im Jahr 1940 über 50 Stück gemäß der Spezifikation B.I/40, flog dann der erste Prototyp der de Havilland Mosquito am 25. November 1940. Das Flugzeug wurde von zwei 1.460-PS-Merlin-21-Motoren angetrieben. Dabei zeigte es von Beginn an eine überragende Leistung und war sogar noch schneller als die aktuellen Jagdflugzeuge der RAF. Einsätze Von den ersten Serienflugzeugen wurden 10 zum leichten Bomber De Havilland Mosquito B IV mit einem verglasten Bug und einem internen Bombenschacht umgebaut. Der erste dieser Bomber mit der Seriennummer W4072 flog am 8. September 1941. Das hauptsächliche Serienmodell war die Mosquito B IV Serie II, welche Merlin 21, 23 oder 25-Motoren in verlängerten Gondeln hatte. Die 105. Squadron, zu dieser Zeit bei Marham als Teil der 2. Bomber-Gruppe stationiert, erhielt die ersten dieser Mosquito B IV Serie II im Frühjahr 1942. Der erste Einsatz wurde gegen Köln am 31. Mai 1942 geflogen, dem Morgen nach dem ersten ‘1000-Bomber-Angriff’. Die Besatzungen lernten schnell, die Geschwindigkeit der Mosquito als hauptsächliche Verteidigung gegen feindliche Jagdflugzeuge zu benutzen, da dieser Typ vollständig unbewaffnet war. Angriffe im Tiefflug mit einem Sturzflug auf das Ziel wurden bald zur Standard-Taktik bei den Tageseinsätzen und eine der ersten wichtigen Angriffe der 105. Squadron auf das Gestapo-Hauptquartier von Oslo in Norwegen erfolgten auf diese Weise. Die Mosquito wurde wohl neben der deutschen Junkers Ju 88 zu dem vielseitigsten Flugzeug des 2. Weltkrieges. Dazu gehörte es zu den erfolgreichsten und war so ziemlich an jeder Front präsent. Am bekanntesten wurde das hölzerne Flugzeug aber bei seinen Einsätzen in Nordwest-Europa mit dem Bomber-, Jäger- und Küsten-Kommando der RAF. Auch wenn die ‘Mossie’, wie sie von ihren Besatzungen genannt wurde, einen großen Beitrag bei den Pfadfinder-Verbänden des Bomberkommandos leistete, waren es doch die Einsätze als leichter Bomber, welche die dramatischsten Resultate erbrachten. Der Bedarf an Mosquitos zur Aufklärung und als Nachtjäger war zu dieser Zeit derartig groß, dass die Bildung weiterer Bombereinheiten nur langsam voranging. Erst im Herbst 1942 begann die 139. Squadron auf Mosquito B IV Bomber umzurüsten. Zusammen mit der 105. Squadron waren deren Mosquito-Bomber am Morgen des 30. Januar 1943 über Berlin und sorgten für kräftige Verwirrung, als mehrere Reden von Nazi-Führern zum zehnten Jahrestag der Machtergreifung Hitlers abgehalten wurden. Es folgten weitere Einsätze gegen Schlüsselziele, bis die 2. Gruppe ab 1. Juni 1943 Teil der 2. Taktischen Luftwaffe wurde, wo sie zusammen mit der 109. Squadron bei Pfadfinder-Einsätzen verwendet wurden. Sie setzten dabei ihre Störangriffe fort und lenkten die Aufmerksamkeit vom Bomberstrom mit den schweren, viermotorigen Bomber ab und wurden nach und nach auf die B Mk IX und XVI umgerüstet. Aufklärungs- und Bomberversionen der Mosquito durchstreiften nahezu unbedrängt die besetzten Gebiete in Westeuropa und Deutschland in den Jahren 1943 und 1944. Deshalb bildete die deutsche Luftwaffe 1943 zwei spezielle Jagdgruppen, Nr. 25 und 50, welche mit aufgemotzten Messerschmitt Bf 109G-6 Jagdflugzeugen ausgerüstet waren, aber auch diese hatten keinen Erfolg gegen die schnellen Mosquito-Bomber. Als Anfang 1944 die ‘Light Night Striking Force’ (leichte Nachtangriffs-Einheit) im Rahmen der 8.(PFF)-Gruppe gebildet wurde, bestand diese aus der 139., 627. und 692. Squadron. Allerdings wurde die 627. Squadron bald abgezogen, um bei der 5. Gruppe als Zielmarkierungs-Bomber eingesetzt zu werden. Später traten dann die 128., 571. und 608. Squadron der LNSF (Light Night Striking Force) bei und nahmen an den regelmäßigen Störangriffen über Deutschland teil, führten die schweren Bomber mit ihren Oboe-Geräten zu den Zielen und griffen diese mit einer selten erreichten Präzision an. Die bekannte ‘Dambuster’-Squadron 617 verwendete ebenfalls Mosquito-Bomber der Typen Mk IV, IX, XVI, XX und 25, um Ziele im Tiefflug zu markieren. ‘Mossies’ wurden ebenso von den Bomber- und Jägern-Staffeln der 100.(BS)-Gruppe zur elektronischen Kriegführung und Störangriffe verwendet. Vom englischen Bomberkommando wurden modifizierte Mosquito B IV Bomber verwendet, welche in einem größeren, gewölbten Bombenschacht eine 1.814-kg-Bombe tragen konnten. Diese dienten in der ‘Light Night Striking Force’ und waren mit Oboe Mk I bis III Zielfindungsgeräten ausgerüstet. Alleine zwischen Januar und Mai 1945 warfen diese Mosquito-Bomber 1.459 ‘Blockbuster’-Bomben nur auf Berlin, sowie weitere 1.500 auf andere Ziele. Spätere Versionen der ‘Mossie’ wurden schon von der Fabrik standardmäßig mit dem großen, gewölbten Bombenschacht und zusätzlichen 455-Liter-Abwurftanks abgeliefert. In Kanada wurde der Mosquito-Bomber als B.Mk VII mit 1.418-PS-Packard-Merlin-31-Motoren gebaut. Dazu wurden 45 Mosquito B Mk IX-Bomber mit zusätzlicher Bombenzuladung und Merlin-72-Motoren gebaut. De Havillands Hersteller in Kanada baute auch die Mosquito B XX and B 25 bevor der Krieg endete. Die effektivste Bomber-Version war die Mosquito B Mk XVI mit Druckkabine, umfangreicher Navigationsausrüstung und dem großen, gewölbten Bombenschacht. Dieses Flugzeug konnte damit beladen eine Flughöhe von 11.280 Metern bei einer Geschwindigkeit von 660 km/h erreichen. Die Statistik des Bomberkommandos am Ende des Krieges gibt 39.795 Einsätze an, bei denen 254 Mosquito-Bomber verloren gingen. Dies ist damit die geringste Verlustquote von allen Bombern, welche vom britischen Bomberkommando verwendet wurden. Die Gesamtproduktion belief sich auf 7.781 Flugzeuge aller Mosquito-Modelle, welche in Großbritannien, Kanada und Australien gebaut wurden. Bomber-, Trainer- und Aufklärer-Versionen PR I : unbewaffneter Fotoaufklärer mit von 16 m beim Prototyp auf 16,51 m vergrößerter Spannweite, doch noch kurzen Motorgondeln. T mehr …

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